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724 Doblhof-Dier, Ant. Freyh. v. — Dobner Gel.
D. zeichnet sich durch seine universellen gelehrten Kenntnisse aus: S.
D.-Dier, Ant. Freyh.
Doblhof-Dler, Ant. Freyh. v./ k. k. Hofrath, war 1743
Carl Ios. v. Dier zum Universalerben seines grosien Vermögens be-
stimmt, nahm dessen Nahmen und Wapen-an, und da er 1772 den
.igkeit' , . . ^ ^ , . ,
Vaters, zum wirtlichen Hofrath und Beysitzer bey dem Commerzienrathe
ernannt ward. In jener Umwandlungs-Periode der Industrie erwarb
sich D. als tüchtiger Geschäftsmann und warmer Vaterlandsfreund, der
in dem ihm anvertrauten Wirkungskreise zur Beförderung des Guten,
mit rastlosem Eifer zu wirken bemüht war, viele Verdienste durch
Gründung mehrerer Fabriken, Vervollkommnung derselben durch An-
stellung'geschickter, erfahrner und thätiger Wertführer, sowohl In- als
Auslander, durch die Vergrößerung, zweckmäßige Verbesserung und
Einrichtung der bereits bestehenden, insbesondere durch die Emporbrin-
gung und Verfeinerung der Stahlarbeiten, und die erste Anlage einer
inlandischen Seidencultur. Auf alle Gewerbe und Kunstproducte, die
nach Anmuth der Formen streben, daher auf das Vorwärtsschreiten des
Fabrikswesens, in Hinsicht der Veredlung des Geschmacks, äusierte die
Akademie der bildenden Künste auch damahls ihren erweckenden Einfluß.
Mit dem thatigsten Wirken für das Gedeihen dieses Instituts, war D.
zugleich Präses desselben bis an sein Lebensende. Mit gewohntem Eifer
und mit der wärmsten Theilnahme an dem Schicksal seiner leidenden Mit-
bürger setzte er nach seines edlen Vaters Tode die Aufsicht über das von
demselben errichtete und durch 40Iahre unter seiner wohlthätigenLeirung ge^
siandene St. Johannes-Spital in Wien fort. Dasselbe wurde aber,
gleich andern Versorgungshäusern, von Kaiser Joseph I I . , in Folge
des neuen Planes zur Versorgung der Armen, aufgehoben. D. ward
nun von dem Kaiser als Referent bey der neu errichteten Hofcommission
der Armen-Versorgungs-Anstalten angestellt, bey welcher er nach dem
Austritte des Grafen v. Bucquoy das Präsidium führte. — Kaiser
Franz ernannte ihn zum Mitgliede der damahligen Wohlthätigkeits-
Hofcommission, in welcher Cathegorie sich D. zum Wohle der Mensch-
heit, bis zu seinem am 20. Dec. 1310 erfolgten Tode, wirksam ver-
wendete.
Dobner, Gelasius, Priester aus dem Orden der frommen
Schulen, und ein um Böhmens Geschichte hochverdienter Mann, wur-
de den 30. May 1719 zu Prag geboren. Die ersten Umrisse zur litera-
rischen Bildung verdankte er den Jesuiten; Philosophie und Theologie
siudirte er im Hause seines Ordens zu Horn in Osterreich, und die
Rechte an der Wiener Hochschule. Dem Geiste seines Ordens gemäß,
übernahm er hierauf eine Professur und lehrte anfangs an den Gymna-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie