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D o b sch a u. — Döbl i n g. 72l)
Wien, 1321. — Ausführliches und vollständiges deutsch-böhmisches syno-
nymisch-phraseologisches Lexicon oder Wörterbuch. 2 Bde. Prag, 1821.
li
1it^ 8 riw3 latini 5lavo8 in 1ilDri8 8acri5 ol^ünLt. Wien, 1322. (Nach
allgemein gegründeter Meinung D.'s verdienstvollstes Werk.) — Cyrill
und Methud der Slaven Apostel, historisch-kritischer Versuch. Prag,
1323. — Mahrische Legende von Cyrill und Methud. Nach Handschris-
ten mit andern Legenden verglichen und erläutert, eb. 1326. —
ü-w.Wien, 1327. —^la^oliülia. Über die glagolitische Literatur:
das Alter der Bukwitza, ihr Muster, nach welchem sie gebildet worden;
der Ursprung^der römisch-slavischen Liturgie, die Beschaffenheit der dal-
matinischen Übersetzung, die man dem Hieronymus zuschrieb :c. Mit
3 K'.tpfenafeln. VonHanka herausgegeben. Prag, 1332. — Entwurf
zu einem allgemeinen Etymologikon der slavischen Sprachen. Mit 2 Ta-
bellen. Von Hanka herausgegeben, eb. 1833. Noch erschienen mehrere
sehr werthvolle Abhandlungen und Aufsatze D.'s in den Abhandlungen
der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften, so wie in den Abhand-
lungen einer Privatgesellschaft abgedruckt. Am 15. Jänner 1335 hatten
die Freunde des vor 6 Jahren zu Alrbrünn verstorbenen D. Gelegen-
heit, die Gedächtnisifeyer dieses ausgezeichneten Gelehrten auf eine wür-
dige Weise zu begehen. Der Abt und Prälat von St. Thomas in
Altbrünn, Cyr i l l Napp, dem es vorbehalten war, die Hülle des
Nestors der slavischen Literatoren zur Erde zu bestatten, hielt an diesem
Tage in der Augustiner-Stiftskirche für den Verstorbenen ein feyerliches
Seelenamt ab, wobey Cherubini's großes Requiem von der dortigen
Stiftscapelle und einer zahlreichen Gesellschaft von Dilettanten auf das
Gelungenste aufgeführt wurde.
Dobschau (Topschau), ungar. Marktstecken im Gomörer Co-
mitat, an der nördlichen Gränze desselben, in einem von hohen Ge-
birgen eingeschlossenen Thalegelegen. Hier wird auf Kupfer, Eisen und
Kobalt gebaut. Außerdem findet man auch Asbest, Zinnober und Ser-
pentin. Im Orte, welcher 4,340 Einw. zählt, besteht ein evangelisches
Gymnasium und eine Papiermühle; in der Nähe wird Flachs gebaut.
Dobl ing, schönes und ziemlich großes niederösterr. Dorf mit
einem Heilbade, im V. U. W. W. in der Nähe von Wien, welches durch
viele schöne Anlagen von Garten und Landhäusern, ein Lieblingsaufent-
halt der Wiener geworden ist, und dadurch eine Ausdehnung und einen
Glanz erhalten hat, worin ihm in der österr. Monarchie nur Hietzing
gleich kommt. Ein alradeliges Geschlecht, die Herren von Topelik,
welche in Urkunden des 12. und 13. Jahrhunderts häufig vorkommen,
gab wahrscheinlich diesem Orte den Nahmen. Bey dem Einfalle der
Türken 1633 wurde D. fast gänzlich zerstört. Erst seit 1760, wo der
berühmte Feldmarschall Daun den Ort zu feinem Landaufenthalte
wählte, begann dessen Olanzepoche, da sich bald viele Adelige veranlaßt
fanden, in der freundlichen Gegend für ihren Sommeraufenthalt Villen
zu erbauen. In dem schönen, ehemahls der Familie von Henikstein
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie