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D o t O. — D o?n a n c k.
alten Manuscripte der Hofbibliothek beschäftigte, wobey er eine große
Me^ge unbekannter Materialien zur Aufhellung der deutschen Reichs-
und Kirchen-, wie auch der österr. Staatsgeschichte sammelte. Der unter
fremden Nahmen erschienenen Schriften sind 5 an der Zahl, und be-
treffen historische und juristische Abhandlungen. Ohne Nahmen erschienen:
Erklärung des allgemeinen deutschen Lehenrechrs nach Böhmens pi-iu-
^'pia jui'iz teu6ali5, Wien 1793. — Erklärung des deutschen Staats-
rechts nach Pütter:c. eb. 1793. — Erläuterung der deutschen Reichs-
gerichte, nach Pütter :c. 1. Bd. eb. 1794, ferner historische Aufsatze,
Recensionen und Beytrage in mehreren Zeitschriften historischen und
juristischen Inhalts. Unter eigenem Nahmen: Erläuterung der deutschen
Reichsgeschichte nach Pütter :c. 2. und 3. Bd., Wien 1801 — 2 . - ^0 . .
66x epi5t0lai'i8 I>riinii;läi ONocari I I . Kokemiae Regis , :c. eb. 1303.
— Darstellung des Rechtes geistlicher Personen :c. eb. 1313. 2. Aufl.
1817. — Handbuch des in Osterreich geltenden Eherechts, 2. Bde., eb.
1313—13.— Erläuterung des §. 33 des bürgert. Gesetzbuches über
Ehedispensen, in P rato b ev era's Materialien für Oesetzkunde und
Rechtspflege in den österr. Staaten, (3 Bde., Wien,,.1314 — 23.)
worin noch folgende seiner Abhandlungen sich besinden: Über Ehe-Con-
validationen zur Erläuterung des'§. 88. Anmerkungen zu einigen Fragen
aus dem österr. Eherechte von FranzNippel . — Über die Auflösbarkeit
der Ehe zwischen nichtkatholischen Religionsverwandten.— Einige Nach-
richten über den Rechrsgelehrten Uberto von Lampugnano, in der
Zeitschrift für geschichtliche Rechtswissenschaft von Sav igny , Eich-
horn und Göschen. Berlin, 1316. — Von Errichtung und Umän-
derung der Beneficien, wie auch der Einrichtung der Civil- und Mi«
litärseelsorge in den österr. Ländern, Wien, 1822. Von M. Iu ra -
nich 1324 ins Lateinische übersetzt. — Erläuterung des 2. Hauptstücks
des bürgerlichen Gesetzbuches §. 93 — 122 (3. und 4. Bd. des Ehe-
rechts), eb. 1335. — Einige Bemerkungen über die 3 ersten Bände
des zu Frankfurt a. M. erscheinenden Archivs für ältere Geschichte, im
4. Bde. desselben Archivs. Seit 1334 setzt D. mit K udler die Wag-
il er'sche Zeitschrift für ösierr. Rechtsgelehrsamkeit und politische Oesetz-
kunde fort.
Do lo , grosier venetian. Flccken in der Deleg. Venedig, mit
3,200 Einw., schönen Gebäuden und Landhäusern geziert, liegt an
der Brenta, über welche eine steinerne Brücke führt.
Dom zu Mai land, s. Mailänder Dom.
Domanek, Anton Mathias Joseph, Rathund Director
der Graveur- und Medailleur-Classe an der k. k. Akademie der bildenden
Künste in Wien, gehört zu den ausgezeichneten Künstlern Deutschlands
in erhabenen Metallarbeiren. Er wurde am 21. April 1713 in Wien
geboren; Raphael Donner, der des Jünglings Genie entdeckte,
war sein erster Lehrer. In der Folge besuchte er die Schule des berühmten
van Schuppen, bereiste nach seiner Aufnahmein die Akademie 1754
Deutschland, die Nieder.^nde, Polen und Ungarn, und erregte über-
all durch die Kühnheit seiner Zeichnung, und die edle antike Einfachheit
seiner Werke gerechte Bewunderung. Nach seiner Rückkehr verfertigte
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie