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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 761 -
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Seite - 761 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1

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Ducato corrente — Duftschmid. 761 gärn; daher lange Zeit in Italien alle ausländischen Goldmünzen ohne Unterschied onzi-i hießen. In Deutschland erscheinen sie in Münzverord- nungen erst um 1559, und nach diesen sollte das Gold 23 Karat 3 Gran fein seyn, und 67 Stück auf die rauhe Cölnische Mark gehen; später aber har sich ihr Werth sehr geändert. Häufig gesucht wurden in früherer Zeit die in Ungarn unter Mathias Corvinus geprägten Rabendu- caten; man legte ihnen, wie den Rosenobel und andern Münzen, ver- schiedene geheime Kräfte bey. Der Werth der kaiserlichen D. ist in der Rechnung 4^ st. C. M., im Verkehre jedoch sehr unstät, weil seine Bestimmung vom Curse abhängt. Kremnitzer D., uugarische seit 1365, sind 23 Karat 9 Gran fein; 66 Gran schwer, 67 auf eine Cölni- sche Mark; kaiserliche Ducaten sind 23 Karat, 3 Orän fein. Eulen-Duca- ten, diese jetzt sehr seltenen, vielleicht nur mehr in numismatischen Samm- lungen vorkommenden Münzsorten, wurden von Kaiser Carl VI . in den Jahren 1712—15 aus dem Golde des bey dem Bergstädtchen Eule in Böhmen befindlichen Ooldbergwerke geprägt, und mit dem Bilde einer Eule versehen. S. Geldsorten. Ducato corrente, venetianische Silbermünze, in der Große eines Thalers, mit dem heiligen Marcus auf der einen und dem geflü- gelten Löwen auf der andern Seite. Das Silber ist 13löthig, der Werth 1 Thlr. 2 Gr. C. M. Man hat auch halbe und viertel Ducati; der gan- ze gilt in Venedig 6^ Lira — 24 Grossi—124 Soldi. vucato 6i danco, fingirte Münze in Venedig, gilt 1 Thl. 7 Gr. C. M. Ducaton, (Prinzenthaler) Silbermünze der österr. Niederlande mit den Bildnissen des Erzherzogs Albert und Isabella's von 1593 an geprägt-^ 1 Thlr. 15 Gr. 2 Pf. Ducatoni, Silbermünze in Venedig, Werth 11 Lire. DucatUS, venetianische Goldmünze, gilt 1 Zechine. Due miglia, eine aus zerstreuten Häusern bestehende Gemeinde in der lombard. Deleg. Cremona, begreift 6 Quartiere und 6 Pfarren, worunter die schöne Kirche S. Sigismondo, mit guten Gemälden und einer prächtigen Kuppel. Diese alte Abtey ist eine Stiftung von Franz Sforza. Duftschmid, Casp., Regierungsrath und Protomedicus in Oster- reich ob der Enns, Doctor der Arzneykunde, ward geb. zu Gmunden den 19. Nov. 1767, studirte die Humaniora und Philosophie zu Linz, die Medicin in Wien, und erhielt daselbst 1790 das Doctor- diplom. 1791 wurde er ausübender Arzt und Landphysikus zu Linz und war als solcher einer der thätigsten Beförderer derKuhpockenimpfung.Bey den französischen Invasionen 1305 und 1309 stand er mit großem Ei- fer Militärspitälern vor, und zeichnete sich dabey in jeder Hinsicht auf das vorzüglichste aus. 1315 wurde D. Kreisphysicus des Mühlkreijes und 1319 Protomedicus, Sanitätsreferent und Regierungsrath, welche Stellen er bis zu seinem Tode, den 17. Dec. 1321, mit der angestreng- testen Thätigkeit auf das preiswürdigste verwaltete. Nebst seinem Haupt- fache, der Medicin, hatte D. auch vorzüglich Naturgeschichte und Phy- sik betrieben, und er hinterließ in diesen Zweigen schätzbare Schriften wie: ^uzli-iaeoder Beschreibung der österreichischen Insecten. ZThle.,
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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