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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 762 -
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762 D u g o n i c s. Linz 1805, 1326. — Beleuchtung der in Ober-Osterreich gegen die Kuhpocken - Impfung herrschenden Vorurrheile, eb. 1303. Dieselbe Schrift vermehrt und überarbeitet, 1321. — Über einige Vorurtheile des gemeinen Mannes und der Oelehrcen, eb. 1309. — I^actatug ä« ^carlaUna etc., eb. 1320. Physisch - medicinisch - topogra- phische Schilderung des Mühlkreises im Lande ob der Enns, in Sar- co ri's vaterländischen Blärcern. Außerdem war er auch Mitarbeiter an mehreren gelehrten Zettschriften, z. B. den Annalen der österr. Litera- tur, der Salzburger medicinisch-chirurgischen, dann der Wiener allg. Literatur - Zeitung. Auch besaß er eine sehr schätzbare Insecten-Samm- lung, welche sowohl ihrer Reichhaltigkeit als auch der Seltenheit vieler Stücke und ihrer guten Erhaltung wegen vorzüglich zu nennen war. Die berühmte Sammlung gleicherArtS ch i ffermüller's, welche schon nach England bestimmt war, gelang seiner Thätigkeit für das k. k« Naturalienca- binctt zu gewinnen, und er erhielt für diese patriotische Bemühung die mittlere goldene Ehrenmedaille. Dugonics, Andr , der gelesenste ungar. Romandichter, wurde 1740 den 17. Oct. zu Szegedin, wo sein Vater Stadthauptmann war, geboren. Den ersten Unterricht ge'ioß er in seinem Geburtsorte, trat dann in den Piaristenorden, und lehrte, nach empfangener Prie- sterweihe, die Humanitätswissenschaften zu Megyes in Siebenbür- gen. Rückerinnerungen auf das alte Dacien erweckten in ihm die Liebs zum Alterthum, dessen Studium er sich von nun an mit besonderem Fleiße widmete. 1770 ward er im Neutraer Seminar Docent der Philosophie, und 1774 kö'nigl. Professor der Mathesis an der Universität zu Tyr< n a u, wo er dasselbe Jahr sein erstes Werk: 'ltojä veäxeäelme (Preßb. 1774) ein episches Gedicht nach Virgil, herausgab. Diesem folgte M l ^ H5<-5 t0l-t6l!6tei (Pesth 1730) in 20 Gesängen, sehr frey nach Homers Odyssee. Unter Joseph's Regierung war D. einer der ersten, welche dis ungar. Sprache zu streng wissenschaftlichen Gegenständen verwendeten, um deren allseitige Bildungsfähigkeit dazuthun. Er beschenkte nämlich seine Schuler mtt einem ungarisch geschriebenen trefflichen Handbuch der Mathejls (eb. 1734. 2 Bde.), welche später auch eine 2. vermehrte Ausgabe erlebte (Preßb. und Pesth, 1793. 3. Bde.). — 1787 begründete er durch Ltellca (eb. 2 Bde. 2. Ausgabe 1791. 3. 1305), seinen ersten Roman, emen ausgebreiteten Ruf, den er durch seine ^ranx perecxek (Preyb. 1790) und ^yapjaz vit626lc (eb. 1791. 2 Bde.) noch mehr befestigte. (Letzteres Werk gab er 1773 zu Preßb. und Kafchau, unter dem ^ltel: ^'Fonauticcii-um likri 24, lateinisch heraus, um den Vor< wurs der Pedanten jener Zeit zuwiderlegen, die seine ungarische Schrift« stellerey der Unkünde eines classischen Lateins zuschrieben.) Nun versuchte er jlch auch un Dramatischen, und gab unter dem Titel: ^-les t0r^n6- t6lc ma^2t-82lUl-6 2lkälmg5t2tv2 (Pesth 179! -.95. 2Bde.) 4 Schau- svlele heraus, als: ^0^7 ^.Icläs, 1^d6lk2 kanjelben, L^ori ^Vlaria, , ^ ^ ' ^ sich sämmtlich bis heute noch auf der Bühne erhalten. 179b besorgte er eme Ausgabe von G yön g y esi's Werken, und fand sich durch dessen icai-lkl.a veranlaßt, Heliodor's ^tlnapica «eu zu bear- beuen. So entstand: ^cerec^nek (Preßb. 1793.2 Bde.). Gleichen
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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