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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 369 -
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Geysa I., Rönig von Ungarn. — Gfall. 369 das Christenthum in seinem Reiche zu begünstigen. Seinen Sohn, den «achherigen ersten Ungarkönig Stevhan, liesi er in der christlichen Re- ligion erziehen und vermahlte ihn mit der Prinzessinn Gisela von Bayern, wodurch in der Folge die christliche Religion zur herrschenden in Unqarn erhoben wurde. Geysa I., Konig von Ungarn, geb. um 1050, Sohn Königs BelaI. , dessen Bruder Salomon entthront worden war und am Hofe des deutschen Kaisers Hein rich lebte. Nach dem Tode Bela's nahm Salomon zwar wieder Besitz vom Throne, es bildeten sich jedoch Par- theyen wegen der Nachfolge. G., der nach Polen geflohen war und da« selbst ein Heer gesammelt hatte, erzwang von Salomon einen Ver- gleich, welcher diesem zwar das Reich, dem Herzog G. jedoch einige Län. vertheile an der Theiß sicherte. 1074 erneuerte sich der Zwist bey Gelegen» heit der Belagerung von Belgrad, da der König dem Herzog den ihm gebührenden Antheil der Beute entzog. Die beyderseitige Erbitterung wurde immer größer, bis sie endlich in offenen Kri?g ausbrach. G. siegte, vom Papste Gregor VI I . unterstützt, in einer Schlacht an den Ufern der Theiß, Salomon flüchtete nach Preßburg und O. ließ sich mit einer von dem griechischen Kaiser erhaltenen, Krone krönen und nannte sich erst Oroßherzog, dann König von Ungarn. Er wurde zwar durch den Erzbischofvon Colocza dahin gebracht, sich mit Salomon wie- der auszusöhnen und Letzterem die Krone wieder abzutreten, allein G. starb 1077 während der Unterhandlungen, sein Bruder Ladislaus nahm, au, dringende Vorstellung der Stände > von dem Throne Besitz und so 5 lieb Salomon für immer ausgeschlossen. Ge l l l . , König von Ungarn, geb. um 1130, Sohn des Un- garlönigs 'e lades Bl inden und Helenens, Prinzessinn von Servien ''»'tteg nach dem Tode seines Vaters 1141 unter der Vor- mundschai. filier Mutter den Thron, welche letztere sich durch die Beru- fung sächsisch»-.- Colonisten nach Siebenbürgen und der Zips um die Cul- tur . > ' großes Verdienst erwarb. In seinen spätern Jahren führte G. Kriege .u. Osterreich, dann mit dem Fürsten von Rothrußland, von dem er jährlich-n Tribut erzwang, ferner mit den Griechen und mit sei- nen eigenen Brüdern Stephan und Lad islaus. Er vergrößerte noch sein Reich durch die Erwerbung Serbiens und starb nach zwanzigjähriger ruhmvoller Regierung den 31. May 1161. Gfal l , Ant., Maler und Architekt, war geb. 1725 im Oberinn- thaler Kreise Tyrols. Frühzeitig widmete er sich der bildenden Kunst an der Akademie zu Wien, die ihn 1757 zu ihrem Mitglieds ernannte. Hierauf bereiste er Deutschland, Frankreich und Italien, dann ging er, einen Ruf als Theatermaler nach Petersburg aus/chlagend, nach Wien zurück, wo er auch um 1770 starb. Vorzüglich geschätzt war'G. als Thea- ter- und Architekturmaler, von seiner Hand ist die Capelle auf dem Schlosse zu Preßburg ausgeführt, auch malte er mehrere Altarblätter, unter andern jenes des Hochaltars zuH errnals. Er verfertigte auch ei- nen herrlichen Plan zur Verschönerung uud Erweiterung der kaiserl. Hof- burg in Wien, wodurch diese, wäre er ausgeführt worden, nach dem 0«st«rr. N>,t. sincnfl. Vd. II, 24
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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