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Giftschüy, Franz. 373
Jahre dieselbe Stelle bekleidete. 1789 wurde G. als Director an die
Zoll er'sche Hauplschule berufen, welcher Stelle er über 49 Jahre mit
vieler Thätigkeit vorstand. 1893 wurde er Director eines Armenbezir-
tes bey den t. k. Wohlthätigkeitsanstallen, und erhielt 18l6 ein kaiser-
liches Belobungsdecret über sein vieljähriges eifriges Wirten in diesem Amte.
1818 erhielt G. den k. k. Rathscicel. 1328 winde er zum Lohne seiner
besondern Verdienste um das Schulwesen mit der großen goldenen Ver-
dienst-Medaille sammt Kette feyerlich betheilt. Er starb, allgemein be-
trauert, den 3. Iän. 1831. Im Drucke hatte er herausgegeben: Ge-
bethbuch z:nn Gebrauche fürtath. Christen, Wien2. Aufl. 1314. — Er-
ster Unterricht der Kinder in der christl. Religion, eb. 3. Ai^fl. 1814.—
Die tathol. Religionslehre dargestellt, 2 Bändchen, eb.2. Aufl. 1814. —
Sa-Ninlung verschiedener Gedichte mit Anmerkungen l i . , eb. 5. Aufl.
I3l5. — Leitfaden zum katechetischen Religionsunterricht für die er.oach-
seoe Jugend, eb. 5. Aufl. 1816. — Kurze Betrachtungen eines nachden-
kenden Christen, eb. 3. Aufl. 18 l6. — Das Leben Jesu für Kinder,
eb. 3. Aufl. 1816. — Muster von Briefen verschiedenen Inhaltes,
eb. 3. Aufl. 1817. — Erklärung der sonntags. Evangelien, und jener
der höhrrn Feste, eb. 1818. — Davids Bußpsalmen umschrieben, eb.
1819.— Pcämienbuch für Schüler in den Wiederholungsschulen, eb.
1320. — Kurze Belehrungen von den Pflichten der Altern gegen ihre
Kinder und der Kinder gegen ihre Ältern, eb. 1329. — Erklärung der
Evangelien an allen gebothenen Feyertagen, eb. 1829. —> Kurzgefaßte
Geschichte von dem Ursprünge und der Verfassung der von Zoller'schen
Haupcschule, eb. 2. Aufl. 1822.—> Erdauungsöuch fürKinder, nebstden
gewöhnlichen Andachtsübungen :c. eb. 2, Aufl. 1822.—^ Biblische Erzäh-
lungen des alten Testamentes mit beygefügten Anmerkungen und Sit-
tenlehren für Kinder, eb. 5. Aufl. 1824. — Sammlung verschie-
dener Gedichte zum Gebrauche für die gewöhnlichen Gedächtniß- und Ver-
standesübungen in deutschen Schulen, eb. 2. Aufl. 1824. — Vermisch-
te Aufsätze zum Vergnügen und zur Belehrung junger Leute, eb. 1824.
Giftschütz, Franz, Weltpriester, Professor der Pastoraltheo-
logie an der Unioersität zu Wien, wurde daselbst geb. den 19. April
1748. Nach sorgfällig vollendeten Vorstudien kam G. 1764 in das von
den Cardinal Migazzi errichtete geistliche Erziehungshaus bey St.
Stephan, studicce daselbst durch 7 Jahre und zeichnete sich wahrend
dieser Zeic sowohl durch die thätigste Verwendung, als auch durch un-
sträflichen Wandel auf das vortheilhaftcste aus. Nach seinem Austritte
1771 war G. einige Zeit sogenannter Supplens, dann Cantor auf der
eczbischöflichen Chur, und setzte das Studium der heil. Schrift und aller
andern Wissenschaften, welche auf Theologie, vorzüglich auf Pastoral-
theologieBszug hatten, eifrig fort, erhielt dann die Stel'e eines Frühpre-
digers be>) St. Scephan. Vorzüglich begünstigt wurde er durch den
damahligen Director der theologischen Facultät an der Wiener Hoch-
schule, Adbe Rautenstrauch, auf dessen Verwendung G. auch das
Lehranc der Pastoraltheologie erhielt, welche von ihm zum ersten
Mahle in deutscher Sprache vorgetragen wurde. G. starb den 19. Aug.
1788. Verdient machte er sich durch seium Versuch eine) Leitfadens zu
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie