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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 385 -
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Glogovacs.—Gluck. 385 strumenten und viele Abschriften von Nationalmusiken aus allen Welt- theilen. Schließlich besitzt G. eine nicht unbedeutende musikalische Bi« bliothek theoretischer und practischer Werke, so wie eine bedeutende Zahl verschiedener'Instrumente. , ",!!"< Glogovacs, imgar. Dorf im Arader Comitat, mit 2,100 Einw., auf den Trümmern der zerstörten Stadt Orod. Glosius,. Ioh. , protestantischer Predige!', war geb. zuIalsva in Ungarn 1764^ Seine Studien begann er zu Kövi, Oömö'r und Modern, und wurde in dem evangelisch-lutherischen Lyceum zu Käs- mark in der Philosophie und Theologie absolvirt. Nach zweyjährigem Auf- enthalt daselbst,ntch,rte er wieder nach Gömör zurück, um sich die un- garische Sprache volfends eigen zu machen und wollte eben auch eine deut- sche Universität beziehen, als ihm die evangelisch-luth.Gemeinde zuRe- st ir die vacance Predigersstelle anboth, die er annahm und bis zu sei- nem Tode imIuly 1794 aufs eifrigste verwaltete. In seinen freyenStun- den hatte er sich mit literarischen Arbeiten beschäftigt und in slavischer Sprache im Drucke herausgegeben: Obsah potrzebnich Navernj lc. Neu- sohl 1792. Glosius, Sam., Arzt, wurde UM 1740 in der Neograder Ge- spanschaft Ungarns aus adeliger protestantischer Familie geboren, und widmete sich dem Studium der Arzneywissenschaft auf der Universität in Wien, wo er 1764 auch den Doctorhut erhielt. In der Folge wurde et Comitatsphysikus der Neograder und endlich der Pesther Gespanschaft, sowie Stadtphysikus der königl. Freystadt P e sth. Außer seiner Inau- gural - Dissertation, die eine Diaßnusiz mc>rl)0lum s^steinati« bili- ler! et ui-opoetici enthält, verfaßte er auch ein Werk über die Mineral- wasser des Neograder Comitates. Gluck, Christoph Ritter von, einer der berühmtesten Tonsetzer im edleren und wahrhaft dramatischen Style, wurde 1714 auf dem Dorfe Weißenwangen in der Oberpfalz an der böhmischen Gränze geboren. Sein Vater war Jägermeister im Dienste des Fürsten Lobko- witz, und ließ ihn die Musik in Prag lernen, wo er im Chöre mit- sang; mehrere Instrumente, nahmentlich das Violoncell trefflich spielte und überhaupt die bedeutendsten Anlagen zeigte. 1738 ging er nach Ita- lien, wo er unter dem Capellmeister San Mar t in i die Composition studirte, und seine erste Oper: Artarerres componirte, welche 1740 in Mailand aufgeführt wurde. 1742 wurde seine zweyte: Demecrius, in Venedig gegeben. 1745 folgte er einem Ruf nach London, und schrieb für die italienische Oper daselbst eine dritte: Der Sturz der Gi- ganten. Überhaupt war die bisherige Periode seine fruchtbarste > und er schrieb in dem Zeitraume von 18 Zähren l?40 bis 1758 an 45 Opern, m welchen er jedoch nur dem damahls herrschenden Styl und Geschmack der italienischen Opernmusik huldigte, und wohl selbst am besten fühlen mochte, wie wenig diese Art Musik auf eigentlichen dramatischen Werth Anspruch machen konnte, woran jedoch auch größtentheils die Seichtig- keit und Gehaltlosigkeit der damahligem (leider auch noch jetzigen) italieni- schen Operntexte mit Schuld war. 1762 ging G. nach Wien, hier er- Oest«rr. Not. <5ncM. Vt>. II. 25
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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