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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 387 -
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Glückselig..— Gmeiner. !l87 hinterließ er eine Oper: Die Danaiden, deren Ausarbeitung Sal ier i übernahm und nicht ohne Glück vollbrachte. Ein Jahr nach seinem Tode wurde seine von dem berühinten Künstler Houdon in Marmor verfer» tigce Büste auf Befehl Ludwig's XVI. im Foyer des Pariser Opern» thealers aufgfstellc. G> war der Erste, welcher den maßigen Gebrauch der Trompete im Orchester einführte, worin man aber heut zu Tage so viel Übriges gethan hat, das; wir die Ohren unserer glücklichen Vor« «ltern wohl beneiden dürfen. Außer bereits oben genannten ist G. Ver- tmift, gezogen. — II Orions« di (!!«Iia— Artomenis, Semiramis, I! ?2i-na«5o conluso. — Die Pilgrime von Mekka. Letztere fünf Opern wurden zuerst in Wien aufgeführt, und sind nur im Manuscript be- kaiun.— Die Herrmannsschlacht. — Ein 8tal,at inatei-, Melodien zu Oellert's geistlichen Liedern, und endlich? Lieder fürs Clavier, welche bey Artar ia in Wien erschienen. Glückselig, s. Legis. Glurns, tyrol. Städtchen im KreiseOberinnchal und Obervintsch« gau, an der Etsch gelegen und mit hohen Mauern, und Thürmen um» geben. Gmeiner, Franz 35av., Weltpriester, Doctor der Philosophie und Theologie, k. k. Director der philosophischen Studien, ö. o. Profes» sor der Kirchengeschichte und des Kirchenrechtes am Lyceum zu Grätz, war geb. zu Studenitz in Steyermark den 6. Jan. 1752. Nachdem er seine Studien vollendet hatte, nahm er die Doctorwürde der Phi» losophie und Theologie, lehrte dann durch sechs Jahre als außerordent- licher Professor die canonischen Rechte, und gab auch außerordentliche Vorlesungen über deutsche Literatur; 1784 wurde er ordentlicher Pro- fessor der Kirchengeschichte, dann k. k. Rath und endlich Studiendirec- tor. G. zeichnete sich unter den deutschen Gelehrten durch seine gründli« che, tiefe Beurtheilungskraft und seine wahrhaft aufgeklärte Denkungsc art aus. Mehrere seiner Lehrbücher wurden auch auf ausländischen Uni« versitaten, nahmentlich zu Landshut, Bamberg und in den Nie° derlanden benützt, ja 1807 wurden mehrere hundert Exemplare derselben nach Coim bra in Portugal versandt. G. starb allgemein betrauert zu Grätz den 27. Febr. 1824. Seine vorzüglicheren im Drucke erschienenen Schriften sind: Trauerrede auf M. Theresia, Grätz 1781. — Beweis, daß die Ordensgelübde jener Orden, die der Landesfürst in seinen Staa« ten nicht mehr dulden will, ohne vorhergehende Dispensation ihre Ver» binolichkeit verlieren, Wien und Gratz, 1782.— scliema Nncvclope> diae llieolnFicae pei- teri-as ^„striae, Gratz, eb. 1786. — Hpitnme Iiistariae eccleziaztic»«, Nuv. I^ezt. eto., eb. 1787. —> Literärgesäiichte des Ursprunges und Fortganges der Philosophie tt., 2 Bde. ed. 1789. — Inslitiltiane« iuriz eccl^Iiaxtici met^adu scientilica etc. , Bde. 4 Aufl. eb. 1792— 18N3. Deutsch, 3 Aufl. eb. 1820. — 'Nl»«!nf»'i, tlu^lnalica in 8y5tema leclacla et nielnodo »cientilic«» 2 Bde. 3 Aufl. eb. 1790 —I8N7. — Das allgemeine deut- 25 '*
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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