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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 388 -
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388 Gmünd. — Gödöllö. sche Lehenrecht, 3 Bde. eb. 1795. — Gelegenheitsreden, eb. I8U4. — Anweisung, wie Jünglinge von bessern Talenten die Anfangsgründe der Buchstabenrechnung von selbst lernen können, eb. 1805. Außerdem schrieb G. auch die Biographien der steyermärtischen Landesfürsten, welche in dein steyermärk. Volksblatte: Der Aufmerksame von 1819—2l) abgedruckt und mit vielem Beyfalle gelesen wurden. Gmünd (Gemünd), illyr. Stadtchen im Villacher Kreise des Herzogthums Kärnthen, Hauptort einer gleichnahmigen gräfl. Lodron- schen Herrschaft, liegt am rechten Ufer der Llser, am Fuße hoher Alpen, hat ein unbewohntes Schloß, 700 Einw., und einen Sauerbrunnen beym Dorfe Radel; die Eisenwerke sind in Verfall gerathen. Im na- hen gegen Nordwest gelegenen Maltathale ist ein prächtiger Wasserfall zu sehen, der sich in 2 Absätzen über eine 300 Fuß hohe Felsenwand herabstürzt und sich in den'feinsten Staub auflöst. Den Weg vonSpital nach O. zahlt man zu den schönsten Parthien Karnthens. Gmunden, oberösterr. Stadt im Traunkreise, am Traun- oder Omundnevsee, wurde 1626 durch den damahligen wüthenden Bauern- krieg sehr stark mitgenommen. Eine Abtheilung von 10,000 Bauern schlug bey G. ihr Lager auf. Die Stadt und 6 Vorstädte sind von 3,500 Einw. bewohnt; hier ist das Salzoberamt, und nebst der Pfarr- und Spitalkirche das, vom Kaiser Ferdinand I I . 1636 gestiftete Kapuzi- nerkloster. Das Kloster der Carmelitinerinnen ist eine neue Stiftung. Gmundnersce, s. Craunsee. Göbel, Carl pet., Historienmaler, wurde 1791 zu Würz- burg geboren und kam in noch früher Jugend nach Wien um in der k. k. Akademie d«r bildenden Künste die Materkunsi zu studiren. Er bil- dete sich in dieser berühmten Kunstanstalt mit vielem Fleiße aus, und erhielt mehrere Preise. Nach vollendeter Ausbildung begann er die Mei- sterwerke der laiserl. Gemäldegallerie zu copiren, in welcher Arbeit er zwar anfangs nur langsame Fortschritte machte, doch nachdem er erst zum klaren Bewußtseyn seines Künstlerberufes gekommen war; entwi-, ckelten sich auf ein Mahl seineTalente um so schneller und ergab den voll- kommensten Beweis seiner Tüchtigkeit durch das schöne Bild: Jacob seg- net seine Söhne, welches jetzt die laiserl. Oallerie besitzt, zu erkennen. Erfindung und Anordnung sind in diesem Gemälde glücklich und zweckmä- ßig , so wie Colorit, Pinselführung und Auftrag der Farben gleich vor- trefflich zu nennen. Leider wurde der wackere Künstler schon in der Blü- the des männlichen Alters, da «r eben die schönsten Hoffnungen gegeben hatte, durch den Tod der Kunst entrissen. Erstarb zu Wien 1823 im 32. Jahre seines Alters. Söding, mähr. Stadt und Hauptort einer k. k. Fannlienhen- schaft im Brünner Kreise, mit 3,000 Einw., einem weitlaufttgen Schlosse, welches merkwürdige Schicksale erlitten hat, und der mähr. Tabakfabrik, welche 1821 von Kloster-B ruck Hieher übersetzt wurde. Gödöllo, ungar. Marktflecken im vereinigten Pesther, Piliser und Solcher Comitat, gehört dem Fürsten Grassa l kowics, und zählt 2,200 Einwohner. Das Schloß ist herrlich gebaut, kostbar eingerich- tet, und hat «in-Theater und eine Reitschule. Die schöne Schloßkirche
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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