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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 392 -
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392 G ö r z . »ft,ö?!> Hinsichten verdienstreicher Mann. Nachdem er m Uttgvar>l' Gr^b st- wardein und in Wien seine Studien vollendet hatte, ward er Er? zieher des,Grafen LadislausKollonitsch, spater, 1795, des Für-l sten Paul Eszterhäzy; er kam dann nach Hof, war von 1803 Erzie- her des Erzherzogs Joseph, seit 180? des Kronprinzen, jetzigen Kai, sers Ferdinand; und seit 1809 des Erzherzogs Franz/ in welcher Eigenschaft und weiterhin als Vorsteher der Kammer des Erzherzogs Franz, G. bis 1824 vorzügliche Dienste leistete. Seine Nebenstunden wid, mete er literarischen Arbeiten und später ökonomischen Versuchen in seiner freundlichen Villa im Dorfe Grinzing nächstWien. 1789 vereinigte er sich mit Kerekes zur Herausgabe einer magyarischen Zeitung: Haäi es mas nevexeres .läi-tene^üic (Kriegs- und andere merkwürdigeAnge'' legenheiten), seit 1791 aber unter dem Titel: Magyar Uil-mLndn (Magyarischer Nachrichtgeber). Überdieß legte er sich als fürstlich E sz te r- häz y'scher Erzieher auf die Herausgabe eines Special-Ailasses des König» reichs Ungarn, und wußte sich Specialcharten von allen Comitaten und Gränzregimentel'n zu verschaffen. Die meisten (41 unter 62) kamen auf Kosten des Grafen G eo rg von Festetics ans Licht; dieHerausgabe sing 1795 an, und dauerte bis 1811, vollendet vom Professor Mär- ton , dem G. schon 1808 alle gesammelten Materialien und Behelfe dazu großmüthig schenkte, und ihn auch in der Folge wesentlich dabey unterstützte. — Menschenfreundlich unterstützte ersuch mehrere andere gute Köpfe, theils mit Geld, theils mit Vertretung und Empfehlung. Dahin gehö- ren die später geschickten Schriftstecher Fa lka in Ofen, und Junker, in Wien; die Kupferstecher Czette r und Dikfa l is , derArztVi- szanik u. s. w. Aufseiner Grinzinger Villa legte er eine überaus merk- würdige Rebenschule an. Er wußte sich dazu aus allen Landern des Erd- bodens Reben zu verschaffen, und betheilte aus seiner Pflanzung im Verlaufe von 8—9 Jahren viele Weingebirgsbesitzer mit Tausenden von Rebensprößlingen. Er starb in Wien den 5. Sept. 1833. Görz, Kreisstadt des Görzer Kreises, im illyr. Küstenlande, hat eine ungemein freundliche und gesunde Lage. Um den sogenannten Schloß- berg, die Residenz der alten Grafen von Görz, ausgebreitet, nimmt sie sich, sammt ihren Umgebungen, von dort odervouEo sta gno viz a, einst Carmeltter-- nun Franciscanerkloster, vorzüglich, gut aus. Die Hügel rings herum sind terrassenföntiig angebaut und mit Bäumen ein- gesäumt, um welche der Weinstock sich ranket. Gegen Norden istdie Ge- gend von kahlen Felsenbergen eingeschlossen, hinter welchen die Schnee- berge ihre Scheitel erheben.' Das malerische Salcagno, am Fuße des Monte Santo, St . Cathar ina, dahin von einigen das alte N o- reja versetzt wird, sind gefällige Ruhepuncte für das Auge. Auf der Abend- und Südseite öffnet sich die Ebene, und der Blick, dem Isonzo und dem Torre folgend, schweift in die weiten Ebenen des alten Vene- tiens, fast bis an die Gestade des adriatischen Meeres hinab, und kann sich nicht trennen von den muntern Dörfern und Landhäusern ringsumher. Zunächst an die alte Burg, worin jetzt die Sträflinge untergebracht sind, stößt bie alte obere Stadt, wo einst die Hofleute und Ministerialen der «lten Grafen von Görz wohnten. Die untere oder neue Stadt ist für
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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