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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 395 -
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Göttweih. — Göz. 395 Göttweih, eine grosie Benedictinerabtey im V. O. W. W. in Niederösterreich, auf einem Berge, auf welcher das Wasser durch eine Maschine am Fladnitzbache in Röhren getrieben wird. Das Kloster stif- tete Altmann, Bischof von Passau, 1072. Mehrere gelehrte MaN- ner sind aus diesem Srifte hervorgegangen. (Vergl. den Art. Abteyen). Besonders wichtig für die Geschichtsforschung ist das Stiftsarchiv; die Bibliothek, die Kupferstich-, Münzen- und Mineraliensammlung sind reich an sehenswürdigen Gegenstanden. Durch Feuersbrünste und die französischen Invasionen in seinen Kräften erschöpft, tonnte das Kloster nur allmähliq durch eine Ökonomie wieder in einen besseren Zustand gelangen. — Über das (^ronicon <^ottvicen«e s. B essel. Götze (Götz), Ioh. Graf v., kaiserl. General im 30jähri- gen Kriege, war 1589 in Böhmen geboren. 1615 trat er bey den böh« mischen Ständen in Kriegsoienste und focht unter dem berühmten Grafen von Mannsfeld, welcher ihn zum Oberstlieutenant beförderte. Nach dem Tode dieses großen Partheygangers 1625, trat G. in kaiserl. Dienste über und Wallen st ein ernannte ihn zum Obersten. Nach der Besatzung und Verheerung Rügen s durch die Kaiserlichen, wurde G. Statthal- ter dieser Insel, uud zeichnete sich mehrmahls rühmlich gegen die Schweden aus, weßhalb ihm vom Kaiser Ferdinand I I . 1633 der Titel eines Freyherrn ertheilt wurde. Das folgende Jahr commandirte er in Schle- sien und führte bey der Schlacht bey Nordlingen den rechten Flügel der kaiferl. Armee an, durch we che zuerst der glückliche Ausgang des Tref- fens herbeygeführt wurde. 1635 wurde er zur Belohnung so vieler Ver- dienste in den Reichsgrafenstand erhoben, und focht dasselbe und das fol- gende Jahr auf das glücklichste in Westphalen gegen den Landgrafen Wilhelm von Hessen und in Pommern gegen General Banner. 1633 wurde er zum Feldmarschall ernannt. Sein Versuch, die belagerte Festung Breisach zu entsetzen, schlug jedoch fehl und er büßte fast seine ganze Armee dabey ein. Seine Neider, denen seine schnell wachsende Grcße schon lange ein Dorn im Auge gewesen war, benutzten diesen Umstand, er ward des Hochverraths beschuldigt, des Commando's entsetzt und eine große Untersuchung gegen ihn eingeleitet, welche sich jedoch zu seinem Vortheile endigte. Er ward unschuldig befunden und erhielt seine Frey- heit wieder. 1643 erhielt er auf's Neue den Oberbefehl über die schlesische Armee, bekämpfte in Ungarn den Fürsten Räkoczy bey dessen Einsall aus Siebenbürgen. 1645 wurde er bey dem neuen Einfalle der Schwe- den unter Torsienson nach Böhmen beordert, fand jedoch schon den 24. Febr. desselben Jahres seinen Tod in dem unglücklichen Treffen bey Iankow. Er war auch.Inhaber eines Regimentes (jetzt Palombini Nr. 36) gewesen. Göz, Ios. Franz Freyt), v./ Maler und Kupferstecher,geb. den 28. Febr. 1754 zu Hermannstadt in Siebenbürgen, vollendete in Grä tz seine Studien und zeigte schon frühzeitig entschiedene Neigung und Talent zu den sckönenWissenschaften. Er versuchte sich zuerst in der Dichtkunst u.schuf ausB ürger's: Lenardo undBlandine, ein ansprechendesMelodlam, dessen Hauptmomente er später in radirten. Blättern darzustellen ver- suchte. Seine vorzüglichste Stärke aber war in der Miniaturmalerey, er
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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