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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 399 -
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Gonowiy. — Gorale n. 399 Um, diese, Zeit ward O. mit der Bearbeitung des Systemisirungsplani der von den Ständen des Königreichs Ungarn errichteten^ cadeiniat^u- <lc)vic<'2 beauftragt. Er löste die schwierige Aufgabe auf eine Art, welche allgemeinen Beyfall fand, einmütbig von der zu ihrer Prüfung aufgestellt ten Commission approbirt, und unter die Beschlüsse der Landtagsoersamm« lung aufgenommen ward. — 18(11 zeichnete Kaiser Franz die Verdienste O.'s durch die Verleihung des Indigenates im Königreiche Ungarn aus, beiheilte ihn mit dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens/und ernannte ihn 1808 zum Feldmarschall - Lieutenant. Beym Ausbrucke des Krieges mit Frankreich I8N9, wurde G. als Oeneralquartiermeister an die 'Spitze der ungar. Insurgenten gestellt, doch seine zunehmende phy- sische Schwäche hinderte ihn an der Entwicklung seiner sonstigen Energie. Von einem ^gefährlichen Typhus befalle«/ starb er am 10. Iän. 181l)zu Ofen im 66. Jahre. Gonowiy, steyermärk. Marktflecken im Cillier Kreise, mit 6Nl) Emw., hat guten Weinbau, ein silberhaltiges Bleybergwerk, Stein- kohlenbrüche und einen Gesundbrunnen. Gons, Ioh . , Beichtvater des Kaisers Ferdinand I I I . , war geboren zu Würzburg 1591, trat zu Wien in den Orden der Ge- sellschaft Jesu und starb daselbst 1662. Außer mehreren Predigten und Leichenreden hinterließ er im Drucke: ^rdoi-etum ßenealogicum, ex» liibens amnes Principes, c^ui linea recta a V,udc»lplia I. Impera- tnre ^ustriae descendunt, Cöln 1630—38. Goralen. So heißen die Bewohner der larpathischen Gebirgein Galizien. Sie sind zwar auch, wie die Polen überhaupt, slavischen Stammes, doch scheinen sie sich nicht zur Zeit der allgemeinen Einwande- rung, sondern erst im 14. Jahrhundert, vorzüglich unter König Sieg- mund's Negierung hier niedergelassen zu haben, denn erst unter diesem Regenten wurden die waldigen, menschenleeren, nur von streifendem Raubgesindel besuchten Gebirgsgegenden durch Ertheilung großer Frey- heiten sorgfältig gelichtet, und durch kostspielige Bauten nach und nach bevölkert. Dadurch wurde denn auch sowohl die Verbindung der ungar. Bergstädte mitKrakau, als auch besonders der von Tokay aus nach Polen in bedeutender Ausdehnung betriebene Weinbandel wesentlich be- fördert. In jetziger Zeit gehören diese Gebirgsgegenden zu den bevölkert- sten in Oalizien, es wohnen auf einer Quadrat-Meile nach Abschlag der unbewohnten Waldungen und hohen Gebirge über 3700 Menschen, folg- lich übertrifft die Bevölkerung noch jene in Osterreich unter der Enns. Die Sprache der G. ist die polnische, welche jedoch im Gebirge nicht ganz so rein, wie auf flachem Lande gesprochen wird. Sonst unterschei- den sie sich aber wesentlich von dem gewöhnlichen Schlag der polnischen Landleule. Sie zeichnen sich in beyden Geschlechtern durch einen schönen und starken Körperbau, volles rundes Gesicht, feuriges Auge, durch große Gewandtheit und eine äußerst mäßige und einfache Lebensweise aus. Da sie von frühester Jugend an gewohnt sind, in hohen Gebirgen, oft wochenlang, ohne einen andern Menschen zu sehen, ihre Heerden zu weiden, scheuen sie keine Gefahr, weder im Bergsteigen noch auf der Jagd, noch im Kampf mit wilden Thieren; kühn, gewandt und lebens«
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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