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Gotsch. — Gotthard, St.
Magyaren (?), wie sie mit Attila sich in Sicambrien niederließen und
mit welchem Blutvergießen sie sich in Pannonien eindrängten. Klausen-
bürg 1579.
Gotsck, MarcusAnt. , Professor der politischen Wissenschaf-
ten und der Statistik auf der Universität zu Lemberg. Er war 1769
zu Prag geboren, wurde 1796 Professor der deutschen Reichs- und
allgemeinen Weltgeschichte an dem Lyceum zu Linz/ kam von da nach
Lemberg, und starb daselbst am 5. Nov. 1802. Er schrieb: Ideen
über die Geschichte der Cultur des Meiischengefchlechtes, Wien 1796^
— Materialien zum philosophischen Studium :c., 1. Heft eb. 1799.—
Geschichte der Cultur des Menschengeschlechtes, 3 Thle. eb. 1808.
Gott erhalte Franz den Kaiser! die feyerliche erhebendeVolks-
hymne der Österreicher zu Ehren ihres geliebten Monarchen FranzI., wel-
che bey besonderen Anlässen z. B. vor dem Oeburts- Und Nahmenstage
des Kaisers und der Kaiserinn, öffentlich (meistens in den Schauspiel-
häusern) abgesungen und immer mit Enthusiasmus aufgenommen n'iir-
de. Verfasser des einfachen und herzlichen Gedichtes ist der bekannt«
Lyriker Lorenz Leopold Haschka (s. d.); die würdevolle, ftyer-
liche Melodie ist von dem unsterblichen Joseph Haydn und hat sich
bereits allenthalben so berühmt und beliebt gemacht als das (?«d save
tke I^inz; der Englander.' Von den berühmtesten Componisten wurde sie
unzählige Mahle varurt und bildete bey vielen musikalischen Productionen
den würdigsten Schlußstein. Kunstsinn und Patriotismus sichern dieser
schonen Weise jederzeit den schönsten Erfolg. Nach der Thronbesteigung
des Kaisers Ferdin and I. wurde diese Hymne in Bezug auf denneuen
Monarchen angemessen abgeändert.
Gottesgab, böhm. königl. Bergstadt des Elbogner Kreises, liegt
im Ober-Erzgebirge, am Ursprung des Baches Schwarzwasser, in einer
sehr kalten und unfruchtbaren Gegend, die man das böhm. Sibirien ge-
nannt hat. Es sind hier Zinngruben und ein Spital. Viele der 1,200
Einw. beschäftigen sich mit Spitzenrlöppeln, viel? ziehen auch in Gesell-
schaft als Musiker herum.
Gotthard, Franz Edler v., Mechnungsrach der k. k. Ge-
fäl!?n- nnd Domänen-Hofbuchhaltung, geboren zu Wien am 1. März
1797, legte seine Studien bis in den philosophischen Curs auf den un-
teren und höheren Schulanstalten Wien's zurück, und vollendete dieselben
im Privatwege. Seine ämtliche Laufbahn begann G. 1815 bey der ehe-
mahligen niederösterr. Zollgefnllen-Administration, und trat 1816 in die
Dienstleistung der erwähnten Hofbuchhaltung , wo er in der Folge seiner
ausgezeichneten Verwendung wegen, früher als gewöhnlich und zwar am 2.
Jan. 1834, die Stell« eines Rathes erhielt. Durch Kennrnisse und Ge-
wandtheit gelang es ihm, eine gänzliche werthvolle Umarbeitung des ur-
sprünglich von dem Hoftathe Ios. Oberhauser verfaßten Werkes:
Darstellung der österr. Zollverfassling, Wien 1832, zu liefern.
Gotthard, S t . , ungar. Marktflecken im Eisenburger Comitat,
in einem weiten Thale am linken Uf?r der Raab, ist berühmt durch die
^Niederlage der Türken im I.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie