Seite - 418 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Bild der Seite - 418 -
Text der Seite - 418 -
i!8 G r e i l. — (l^ r e st a.
ganz umgestaltet«/ Veste im V. O. W. W. in Niederösterreich an der
Donau. Diese Burg ist romantisch gelegen und führt zu den Höhen von
Hadersfeld, wo ein Obelisk steht.
Grc i l , Phi l . Iac. , Maler, geboren zu P f u n d s in Tyrol
1729, lernte anfänglich bey Io h. Z a n g e r l e zu V e n d e l s,
dann ging er nach München zu einem Franzosen mit Nahmen
Franz Sumier. Nach zurückgelegten Lehrjahren hielt er sich 16
Jahre lang im Bayerischen, meistens in Klöstern auf. Er starb zu
Pfunds 1787. Von seiner Hand findet sich zu Oreit nächstPfunds
ein Altarblatt, die heil. Familie; zu Töfens Gericht Landeck: das
Hochaltarblatt des h. Lorenz; zuServaus ist sowohl das Fresco der
Kirche als das Altarblatt von ihm. In der Gemeinde Kap len das
Frescogemälde der Kirche, auch im Pitzthal die Kirche; und in der
Et. Iohannkirche zu Imst die Urlaubnehmung Christi; in der Ge-
meinde S p i ß die Kirche, und in der Pfarrkirche zu Glurns das
Hochaltarblatt de,s heil. Pancrat ius; zu Latsch finden sich bey der
Familie Verdroß und dem Grafen Mohr mehrere Stücke. Auch in
Graubündt e n.
Grein, oberösterr. Städtchen im Mühlviertel mit 800 Einw.,
die sich bloß von Schissfahrt und Feldbau nähren. Auf einer felsigen An-
höhe sieht das Schloß Gre inburg , worin man nebst andern Anti-
quitäten einige Glieder der Kette vorzeigt, womit einst im PaK<rnkne-
ge die Donau am Wirbel und Strudel gesperrt wurde.
Grein er/ Franz von/ Ritter des ungarischen Et. Stephan»
ordens, wirkl. Hofrath bey der k. k. böhm.-österr.Hofkanzley und Bey-
schcr de? k. k^ Akademie der bildenden Künste, war geboren zu Wien
172l). Nach vollendeten Studien betrat G. die öffentliche Geschaftsbahn
und zeichnete sich besonders im Schul- und Studienfache au?. Sowarer
z. B. durch 25 Jahre Referent der allgemeinen Schul- und Studiensa-
chen und erwarb sich während dieser Zeit die Zufriedenheit und das Ver-
trauen von vier Monarchen. G.'s Hans war stets ein VereiniZungsort der
bedeutendsten Schriftsteller Wien's, in deren Kreise sich die ausgezeich«
neteu Talente seiner Tochter, der rühmlich bekannten und gefeyerten
Schriftstellerinn Caroline Pichler (s. d.) zuerst entwickelten. G.
starb den 2. Iuny 1798 zuHernals bey Wien.
Gresta, Ant., geschickter Historien- und Freskenmaler, war geb.
1671 zu Ala in Süd-Tyrol. Nach erhaltener vortrefflicher Erziehung
ging er 1689 nach Verona, wo er unter der Leitung guterMeistcrdie
Malerlunst mit Eifer siudirte und dabey fieisig die dortige Maler-Ala-
dcmie besuchte. 1697 kam er nach Ala zurück und verfertigte daselbst
mehrere Gemälde, die von Kennern gewürdigt wurden. Um sich in sei-
ner Kunst noch mehr auszubilden, ging er 17(11 nach Venedig und
siudirte die daselbst befindlichen Meisterwerke der Zeichnung undArchitec»
tur mit dem besten Erfolge. Mit vielen Kenntnissen bereichert, kehrte er
m sein Oel'ursort zurück und erhielt hier zahlreiche Aufträge. 1720 wur-
de er als Hofmaler des Grafen Schönborn, Bischofs von Spey er,
dahin berufen, erstarb jedoch schon das folgende Jahr aus Kränkung über
verschiedene Hofcabak». Von seiner Hand ist die Malerey eines Zim-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie