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Grossing. — Groß-Axl« 437
er im 16. Jahrs in den Piaristenorden, docirte nach abgelegte» Profeß
in vielen Collegien des Ordens, und wurde dan« Rector des ColleZiums
in der Iosephstadt zu Wien. Er lies, daselbst die schöne noch stehende
Piaristenr'irche erbauen, in welcher er oft mit großem Beyfalle predigte.
Bald darauf wurde er Beichtvater des damahligen Bischofs von Wie»,
Ferdinand von Rummel, und nach der Erhebung des Bislhumes
zum Erzbisthume, Theolog und Gewissensrath des ersten Erzbischofes
Sieg mund Grafen von K o llon it sch. 1724 reiste er nach Rom und
wurde daselbst in dem Generalcapitel seines Ordens einstimmig zum Gene-
ral des gesammten Ordens der frommen Schulen ernannt. Kaiser Carl VI .
hatte ihn bereits zum, Bischof von Neustadt bestimmt, als er bey seiner
Rückkehr 17I3 durch dieErledigung des bischöfi.Stuhles von Raab, auf sel-
ben berufen wurde. Obschon er fast aller lebenden Sprachen Europa's, dann
dergriechischen und vieler Morgenland. Sprachen kundig war, so hielt er es
bey dieser Gelegenheit doch für seinePsticht, in seinem vorgerücktenAlter auch
noch die ungar.Sprache zu lernen, um alsBischofin selber besser auf dasVolk
in eifrigen Reden wirken zu können. Er hatte seinen hohen Posten durch 10
Jahre auf das rühmlichste bekleidet, sich bey jeder Gelegenheit als Eiferer für
Kirchenzucht, gelehrter Theolog, treuer Rathgeber seines Monarchen und
Wohlthäter seiner Diöcese und seines Ordens bewiesen (wie er denn über
9l),000 Gulden zur Unterstützung armer Pfarren verwendete und auch die
Zöglinge der Plansten im Raaber Seminar reichlich bedachte), als er 1743
zumgrößt.'n Leidwesen seiner Diöcesanen starb. Er hinterließ mehrerewerth»
volle theologische Schriften.
Grossing, Ios. Edler v., 175! in Ungarn geboren, war ein
Mann von Kenntnissen, Talent und Thätigkeit, die er aber nicht selten
misibrauchte. So kam es, daß Kaiser Joseph ihn in seinem Cabinete
anstellte, ihn jedoch als einen unzuverlässigen Diener entfernte. G. ward
pensionirt und lebte dann zu Oratz, wo. er/den 12. Oct. 1839 starb. Er
verstand 7 Sprachen, darunter hebräisch unl/ türkisch. Seine Muße wid-
mete er dem Studium und literarischer Beschäftigung. Unter andern hat«
te er an einem Polyglotten-Lericon gearbeitet. .
Grojsinger, Ioh. Bapt., geboren in Oberungarn in der zwey-
ten Hälfte des 18. Jahrhunderts , stuoirte zu Raab und lebte dann als
Weltpriester zu Aomorn. Ergab im Drucke heraus:I^niver5a l>i«lu-
>>2pK)t5ica regn, Hm^aria« etc., 5 Bde. Preßb. 1793 — 97. —
L,«55u5 ac luctus in s>sÄücax satuni ^lexilndi-i I^eopolcü, ^icl^iiiu,-
ciz ^,li5triae, reßni IlunZÄi iae ?alatini elc., Comorn 1795.— ?»-
liulll« olli'nnnlo^icae, ll^ikuz reZNlim priinatuin, ^alatinnrurn etc.,
Preßl'lng 18N6.
Groß - Alesch, sie^enbürg, Dorf im Schaßburger Stuhle des Lan>
des der Szekler mit ßtjU Einw., hat eine auf dem Felde stehende Sau,
Ie, zum Andenken des im Handgemenge gegen die Türken 1662 gefalle-
nen Fürsten Johann Kem 6 ny.
Gpoß - Apfelfeld, siebenbürg. Norf in der Hunyader Gefpan-
schaft des Landes der Ungarn, mit einem Goldbergwerk.
Groß-Arl, oberösterr. Dorf und Schloß im Salzburger Kreise,
mit 2,030 (^mw., Aupfer-und Schmelzhütten, und finem großen Ku-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie