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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 452 -
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452 G y u r i k o v i t s . hätte, als diese seinen linken Flügel mit Übermacht angreifen wollten. Im Verlauf des ferneren Rückzuges der Franzosen eroberte G. Hoch- heim mit Sturm und blockirte Cassel, worin ihn jedoch die Gene- räle Uork und Sacken später ablösten. Im nächsten Feldzuge rückte er mit seinem Corps über Basel bis Langresvor, welche Stadt den 18. Iän. rapitulirte, wandte sich dann gegen Bar sur Au be und Verhinderte die Franzosen an der Überschreitung des Flusses. Die Schlacht beyBrienne setzte G.'sVerdiensten gleichsam die Krone auf und erwarb ihm das Oroßtreuz des Leopoldordens, dem bald ähnliche Auszeichnungen von Seite der Monarchen Rußlands, Preußens und Bayerns folgten. Noch ein Mahl schlug G. die Franzosen bey la Ferte sur Aube und folgte dann dem allgemeinen Siegeszuge nach Paris. Während derEr« eignisse 1815 führte G. das Generalcommando in Osterreich ad intei-Im, kehrte aber nach dem Frieden in sein Banat zurück, erhielt 1823 das Generalcommando in Böhmen, wo er sich die allgemeine Achtung er- warb, und ward 1829 in gleicher Eigenschaft nach Wien berufen, je- doch schon im folgenden Jahre, zum Präsidenten des Hofkriegsrathes er- nannt. Die Huld des'Kaisers verlieh ihm den Orden des goldenen Vließes und den 5. Sept. 1830 zur Belohnung 50jähriger Dienste das Großkreuz des St. Stephanordens, welchen der Monarch durch ein ei- genhändiges Schreiben begleitete. G. war durch regen Eifer für das all- gemeine Beste und durch rastlose Thätigkeit seinen Untergebenen ein schönes Vorbild. Er starb den 11. Nov. 1831. Gyurikovits Edler von Ivanutz, Georg, Gerichtstafel- beysitzer der Preßburger, Neutraer, Trencsiner, Raaber, Wieselbur- ger Gespanschaften, Magistratsrath der königl. Freystadt Preß bürg, correspondirendes Mitglied der ungarischen gelehrten Gesellschaft, geach- teter Literator im Fache der ungarischen Geschichte und Landeskunde, ist geboren den 12. Iuly 1783 zu Ivanutz im Trencsiner Comitate. Sei- ne Studien vollendete er im evangel. Lyceum zu Preßburg und widmete sich sodann seit 1802 theils der ökonomischen, theils der juridischen Pra- xis; 1809 wurde er Wirchschaftsdeamter bey demGrafenFr anz Zich y in Preßburg, 18l2 Stuhlgeschworner des Preßburger Comilats, 1818 wurde ihm die Stelle des Magistratsrathes bey der Krönungsstadt Preßburg zu Theil, welcher es zur Ehre gereicht, daß ihr in dem Magistrate nie Männer gefehlt haben, die das Gebieth der Wissenschaf- ten zu bereichern suchten. Seine ausgebreiteten juridischen, politischen und historischen Kenntnisse erwarben ihm bey der StadtgemeindedasZu- trauen, daß er dreymahl, als 1819, 1822 und 1833 zum städtischen Ober- Appellationsgericht, Tavernical-Stuhl genannt, und dreymahl, als 1825, 1830und 1832 zum Ungar. Reichstag als Deputirter im Nahmen der Stadt Preßburg abgesandt wurde. 1828, 1829und 1830war er Abgeordneter derselben bey dersystemanschen Reichsdeputation zu P esth. Höchst schätzenswerth sind seine Forschungen in der Geschichte und Lan- deskunde Ungarns, so wie seine Sammlungen an gedruckten undunge« druckten vaterländischen Werken, Reichtags-Diarien und Acten, Urkun- den, Actenstücken, diplomatischen Auszügen, Landcharten, Prospecten,
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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