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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 456 -
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Seite - 456 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2

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456 Haager von Alensteig, Franz Freyh. v. ken Donauufer durch Kriegsrecht verurtheilt und gerichtet. Sein Sohn Hans Seyfr ied trat zur katholischen Lehre über, und wurde von L eop o ld I. in den Freyherrnstand am 12. Iän. 1671 erhoben. Otto Siegmund warder letzte Burggraf der k. k. Burg'zu Wien, seine Tochter, Carol ina, späterhin vermahlte von Trau tso n, Hofdame der großen Theresia, noch als Erzherzoginn und Großherzoginn von Toscana, dann Obersthofmeisterinn der älteren Erzherzoginnen, ihr Bruder Franz Aloys, Freyherr v. H. auf A. , der Vete- ran der österr. Armee, geb. 1721. Er focht in den letzten Feldzügendes grosienEugen am Rhein und in jenen unglücklichen in Ungarn,welche den Belgrader Frieden herbeyführten / und Carl VI . den Tod brachten; von welchem er Ur-Urgroßenkel erlebt hat. Er starb im öl. Jahre seines Alters den 26. Dec. 1812, als Obersihofmeister des Erzherzogs Rai- ner, Feldmarschall-Lieutenant seit 1758, wo eine im preußischen Kriege zu wiederholtem Mahle erhaltene äußerst schwere Verwundung, welche sein Leben nur wie durch ein Wunder übrig ließ, ihn genöthigt hatte, dem Felddiensie zu entsagen. Am 20. Sept. 1753 vermählte er sich mit der Oräsinn Mar ia n e von Schlick. Haager von Alensteig, Franz Freyh. v., Präsident der k. k. obersten Polizey- und Censur-Hofstelle, geh. Rath, des österr. - kaiserl. Leopold-OrdensXVroßkreuz, Sohn des Franz Aloys Freyh. v. H., war in Wien 1750 geboren. Er erhielt seine Bildung in der Theresia- nischen Ritterakademie. Als er 1783 dieselbe verließ, weihte er sich dem Militärdienste und wurde Lieutenant bey dem Cüraffier-Regiments C a- ramel l i , erzog als solcher unter dem damahligen Oberstlieutenant, nachherigemFeldzeugmeister, Pau l Freyherrn v. Kray, wider Hor- jah undKloska und die von ihnen aufgeregten und verführten Wa- lachen. Ein unglücklicher Pferdesturz bey der großen Revue des nächsten Sommers zwang ihn, dem Militärstande gänzlich zu entsagen. 1786 wurde er Feldkriegs'Commissar zu Korneuburg und 2 Monathe dar- auf Untercommissär bey der von Joseph I I . so eifrig betriebenen Steuer« regulirung. 1789 rückte er zum ersten Kreiscommissär vor; 1795 ward er Kreishauptmann zu Traiski rch en. In dieser Geschäftsverwaltung zeichnete er sich durch eine Reihe von Jahren vorzüglich aus. Seine Ar- beiten im landeswirthschaftlichen, städtischen, Municival-Unterthans-, Mi- litär- und Schulwesen verdienten mehrfach als Musier gründlicher und er« schöpfender Würdigung, gesunden Blickes und zarten Billigkeitgefühles gepriesen zu werden. Der Zeitvunct seiner Geschäftsleitung in diesem Kreise war mehrmahl wichtig. 1797 und 1800 war in demselben dergrößte Theil der Hauptarmes, das freywillige Aufgeboth, die ungar. Insurec- tion. Jedesmahl leitete er persönlich die Verschanzungen, am Semme- ring und am Wienerberge, jene als Bon aparte in Steyermark, diese als Moreau nach dem Unglückst^ge bey Hohen linden gegen Melk vordrang, jener nur durch die Friedenspräliminarien von Leo« ben, dieser durch den Waffenstillstand von S tey er aufgehalten wurde. H. weihte auch dem Wiener» Neustädter Schissfahrtscanal die angestreng- teste Sorgfalt. 1802 wurde er als wirkl. Regierungsrath beyder damahls neu errichteten
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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