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468 Hadersdorf. — Hadik.
bürg 1783 - 1801 (für dieses Lehrbuch erhielt H. eine köm'gl. Remu-
neration). — ^rs delineandi, colori^usyut! localidus adumbr^nsli
»edc>m. Raab 1785. —Anfangsgründe der Mathematik. 2Thle. Preßb.
178g — 90. — NlemeiNa IVIailio5eli5 p,nac>. 2 Th!e. 6 Aufl. eb.
1798 — 1805 und Pesth 1815 — 22. — Mecnanic-a 5c>Iidc>ru!i,, in.
z. Presiburg 1808. — I^oxnwmia zeu scienna, a,
> circulai-em an^uiumve i-»'cti!,'i>cmin etc. Ofen 1820.
Hadersdorf/ niederösterr. Dorf im V. U. W.W., von250 Einw.
wegen des dem Feldmarschall Oideon Loudon im hiesigen Park er-
richteten Grabmahls bemerkenswert!). Dieses Grabmahl ist in jenem
Tb eile des Parts, welcher das linkische Gärtchen heißt, aus grauem
Sandstein von Zaun er gebildet. Auf den Stufen ist ein junger Krie-
ger mit dem Ausdrucke des Schmerzes hingelehnt; das Ganze, ein läng-
liches Viereck, ist mit Trophäen, Wassengerathen :c. geziert. — Das
Schloß ist im alten Geschmacke erbaut; die Oartenanlagen sind sehr
ausgedehnt.
Hadik v. Futak, Andreas Graf, k. k. Feldmarschall, In-
haber des Husaren-Regiments Nr. 6, Präsident des Hofkriegsrathes in
Wien; war geb. den 16. Oct. 1710 zu Futak in der Bacser Gespan-
schaft Ungarns. Sein Vater, Michael v. Hadik, Rittmeister in ei-
nem Husaren-Regimente, ließ ihn bey. den Jesuiten studiren, in de-
ren Orden der junge H. treten wollte, jedoch auf Zureden seines Va-
ters den militärischen Stand wählte. 1730 trat H. als Cornet in ein
Husaren-Regiment ein, zugleich mit dem militärischen Studien lag er
jedoch immer noch in freyen Stunden den wissenschaftlichen ob, und bil-
dete seinen Geist und Geschmack auf das vollkommenste autv 1738 machte
er unter dem Feldherrn Ol iv ier Wal l is den ersten Feldzug gegen
die Türken,'und bewährte seine Brauchbarkeit bey mehreren Gelegen-
heiten. 1744 wurde H. eine Sendung an dcn berühmten Oberfeleherrn
Prinz Eugen v. Savoyen in dessen Lager am Rhein aufgetragen,
der Prinz fand viel Gefallen an dem gebildeten jungen Krieger und er-
nannte ihn zum Major bey dem ungarischen Insurrecnonsheere, welches
nach Schlesien bestimmt war. Sowohl hier als auch besonders »m bayeri-
schen Erbfolgekriege zeichnete sich H. auf das vorzüglichste aus, er wurde
zum Generalmajor befördert, und leistete in den Niederlanden, beson-
ders bey Belagerung der Festung Berg op Zoom die wichtigsten Dien-
ste. 1756 erhielt er die Feldmarschalllieutenants-Würde. 1757 führte er
eine eben so kühne als gewandte Unternehmung aus, die seinen bereits
erworbenen Kriegsruhm'nicht wenig vermehrte. Den 15. October, am
Nahmenstag der Kaiserinn MariaTH eresia, bemächtigte er sich nähm-
lich mit 3NN0 Husaren p!öhlich und unerwartet der Stadt Berl in
und zog, nachdem er eine Contribution von 310,000 Thalern ausge-
schrieben und sich 6 preußischer Kriegszeichen bemächtigt hatte, wieder
von dannen, ehe der Fürst von D essa u den Berlinern zu Hülfe kom-
men konnte. Der Kaiserinn schickte er aus dieser Stadt 24 Paar feine
Frauenhandschuhe als ein ritterliches Geschenk. Im 7jährigen Kriege
erwarb sich H. ebenfalls vielen Ruhm, nahm Theil an der Schlacht bey
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie