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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 484 -
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484 Hammer/ Ios Edler v. — sammer, Ios. Ritter v. Hammer, Ios. Edler v., geb. den 3. Iuly1738zu Gratz. Sein Vater war bey dem Prinzen Eugen von Savoyen als Blumen- und Kunstgärtner im B elv edere zu Wien in Diensten, und ließ ihn bey den Jesuiten inWien, woDenis ausgezeichnete Anlagen des Kna- ben entdeckte, studiren. H. begann 1767 feine Staatsdienste beym inner- österr. Gubernium, wurde 1777 k. k. Secretär, 1780 k. k. Rath und 1781 Verwalter der Seminariumsgüter, 1782 Administrator aller Güter der aufgehobenen Stifte und Klöster inSteyermark. 1783 wurde ihm die Ein- führung des Roboth-Abolitions-Systems bey allen Cameral-Bancal-Ne- ligionsfonds- und Stiftungsgütern als Hofcommissar übertragen. 1786 wurde er zum wirkl. Gubernialrathe ernannt. 1785 ward er mit dem Gra- fen von Geis ruck als Hofcommissär des Steuerregulirungs-Geschäftes ernannt, 1789 pensionirt, und 1790 seiner vielseitigen Verdienste we- gen in den Adelstand erhoben. Er starb zu Gratz den 6. Oct. 1818. Hammer, Ios. Ritter v. (Sohn des Vorigen), Ritter des österr. kais. Leopold-, des russ. kais. St. Annen-Ordens 2. Classe (in Brillanten), des kon. schweb. Polarstern - Ord., und der tön. französ. Ehrenlegion, Com- mandeur des tön. dän. Danebrog- und des constant. St. Georg-Ord.von Parma, Ritter des tön. sard. St. Mauriz-und Lazarus-, und des persisch. Ordens des Löwens und der Sonne 2. Classe, k. k. Hofdolmetsch der orien- talischen Sprachen, Hofrath, und Mitglied mehrerer gelehrter Gesell- schaften, ist geb. den 9. Iuny 1774 zu Grätz. Nachdem H. die Nor- mal-und untern Schulen bis zur Poesie daselbst zurückgelegt hatte, tam er 1787 nach Wien, wo er ein Theresianisches Stipendium erhieltund mit Eifer und Erfolg im Barbarastifte Poesie studirte, so wie die morgcn- ländischen Sprachen in der k. k. orientalischen Akademie. Nach Vollen- dung des 7jährigen Studiencurses daselbst, widmete sich H., da sich nicht gleich eine Anstellungsgelegenheit zeigte, dem Studium der persischen Sprache, um sich zu einer Reise nach Persien vorzubereiten. Seine Fort- schritte waren so ausgezeichnet, daß ihn bald der damahlige Referent der Section des Orientes im Ministerium der auswärtigen Geschäfte, Freyherr v. Ienisch, bey der Herausgabe des unter M enins ty's Nahmen be- kannten arabisch-türkisch-persischen Lexikons zum Mitarbeiter wählte. Wäh- rend dieser Zeit wurde H. auch mit Ioh . v. Mül ler bekannt, der da- mahls mit den Hofräthen Ienisch und Stürmer in einem und dem- selben Zimmer der Staatskanzley a-beitete und dieses Verhältniß gestal- tete sich in der Folge zur innigsten Freundschaft. 1797 wurde H. endlich als Secretär bey dem nach dem Frieden von Ca mpo-F ormio zumHof« commissär ernannten Freyherrn v. I e ni sch angestellt, um diesen nachDal- matien zu begleiten. Seine ersten schriftstellerischen Versuche im Fache der orientalischenLiteratur erschienen im deutschenMerkur, von Wieland'sund Bött ig er's wärmster Anerkennung gekrönt. Seit seinem ersten schriftstel- lerischen Auftreten in diesem Zeitblatte, dessen Redaction schon damahls Bott iger besorgte, stand H. mit diesem in beständigem freundschaftli- chen Briefwechsel, und hatte sich stets dessen wohlwollendster Freundschaft zu erfreuen, auch Herder nahm (in der Adrastea)den innigsten Theil an H.'s emporstrebenden Talenten. 1799 wurde H. von dem Minister Freyherrn von Thugut als Sprachknabe mit einem Schreiben nach
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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