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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 488 -
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488 Hammerschmid. — Hammerschmiede. teraturzeicungen und endlich noch mehrere selbststäudige gedruckte Aufsi,a tze und Gedickte. Auch ist noch Mehreres von ihm ungedruckt, so z. PV die französ. Übersetzung des arabischen Ritterromans Antar, dessen in der Hofbibl'othek befuidliches bändereiches Original, selbst im Oriente selten, sammt noch mehreren Merkwürdigkeiten eine Ausbeute von H.'s ägyptischer Reise von 1798 ist. Auch gründete H. das treffliche Jour- nal: die Fundgruben des Orients (s. d.)mit der Unterstützung des Grafen Wenzel Rzewusky, als einen Vereinigungspunct für dieOrientalisten ?es gesammten Europa. Seine Gegner, D i ez, Hamaker und Senkows- ki, deren Urtheile über H.'s Leistungen bloß von leidenschaftlicher Partey- lichkeit geleitet waren, hat er durch ruhige besonnene Entgegnung zmn Schweigen gebracht. Hammerschmid, Ioh. Florian, ein berühmter böhm. Ge- schichtschreiber, der das Alterthum und die Entstehung einzelner Stadre, Kirchen und Klöster mit Genauigkeit beschrieb, war im Städtchen Stab im Pilsener Kreise 1652 von bürgerlichen Ältern geboren, besuchte die Schule zuKlattau und erhielt zu Prag seinen Unterricht in der Phi- losophie. Daraufkam er in das erzbischöfl. Alumnat, worin junge Geist- liche a if Kosten des Erzbisthunis ausgebildet wurden, Im25.Iahrewa!'d er zum Priestergeweibt, war dann durch 3 IahreCaplan zu Budweis, alsdann Pfarrer zu Steinkirchen 15 Jahre. In der Folge wurde er Vorsteher der geistl. Bildungsanstalt inKlat tau, 1696 Rector des erz- bischöfl. Alumnats in Prag; stufenweise stieg er zum Doctor der Theo- logie, ?lu!anotai->U8 ap05to!icu5, lüomes Palatinus, und Domhenn am Wisse hrad undzuBun zlau. 17lO erhielt er die Pfarre amTem in der Altstadt Prag, feyerte 1727 seinen 50jährigen Priesterstand und starb 1737. Er schrieb: Vita et re5 ßestae ^pastnli Andrea«, Prag 1685. — Geschichte von Klattau (böhm.), eb. 1699. — el niajestas rc'giae et exemtae: Wizseliradensis ecclekiae 33. Ii. Prag 170N. — Uistoria Mnnazterioi-um 8li. (^eni-zü in ,5, et 8ti. 8pii-ilus, eb. 1715. — ?l-adrainli5 (^larige linl'ns urkium I^i-agenaruin sundatinnes etc,, eb. I723> Hammerschmiede, Andr., Tonkünstler und Organist, zu B rüx in Böhmen 16I I geboren, wo er auch die Tonkunst erlernte. 1635 wurde er beyder St. Peterskirche zu Freyberg und I639zuZi ttau in Sachsen bey der St. Iohanneskirche als Organist angestellt, wo er auch de»29. Oct. 1675 starb. Er war ein guter Eontrapunctist und lies; folgen- de Musikwerke drucken: Erster instrumentalischer Flnsi, 1636. —Geist- liche Concerte, I. Theil Freyberg 1638; 2. Tbeil eb. 1641. —via- loxi, mit 2 - 4Sti!Umen I. Theil Dresden 1645 ; 2. Theil mit 2 Vocal- stimme», 2 Violinen lc., über Opitz's hobes Lied Salomon's, eb. 1658. — De>- l. und 2. Theil weltlicher Oden, Freyberg 165N; 3. Theil musikalische Andachten von 2 Singstimmen, 2 Violinen :c. , eb. 1652. — Chormusik, Leipz, 1652.—MusMische Gespräche über die Evangelien, von 4, 5, 6 und 7 Stimmen, Dresd. 1655. — Fest», Busi- und Danklieder von 5 Stimmen und eben so viel Instrumenten, Hittau 1659. — Kirchen- und Tafelmusik in geistlichen Concerten, eb.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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