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490 Handel und Handelspolitik.
de Weine in das Land zu führen; den 17. Aug. dess. I. wurde allen
Unterthan?!, sämmtlicher Erblande freyer Handel in die Walachei) bewil-
ligt, zugleich erhielt eine Handelsgesellschaft in Ungarn Erlaubniß, unqar.
Landesproducte auf der Donau durch das schwarze und mittelländ. Meer
in das Ausland zu verführen. Den 9. Nov. l3l)4 wurde die Schafwolle
auszuführen gestaltet. 1805 wurden in Böhmen und österreich die wirk-
samsten Gesetze gegen den Kornwucher erlassen. Den 17. May 1806
wurde die Getreideausfuhr freygegeben. 18l0 erschien das Verboth des
Hausirens fremder Unterthanen. Den 28. May dess. I. wurdederVer-
kehr mit Stechvieh, den 23. Aug. dess. I. der Verkehr mit Fischen frey-
gegeben. 1815 wurde die Einfuhr von Fabrikaten undKunsterzeugnissen
aus dem lombardisch-venetianischen Königreiche, so wie aus Tyrol und
Vorarlberg in die übrigen österr. Provinzen gestattet. Den 15. Nov.
dess. I. wurden die Olaswaaren in Tyrol, der Lombardie und Vene-
dig frey aus- und einzuführen erlaubt. 1817 hatte die Herabsetzung des
Ausfuhrzolles der rohen Schafwolle zin'Begünstigung des Handels Statt.
1819 erhielt der Salzhandel nach Rußland mehrere Begünstigungen,
dass. I., wurde dieHolzausfuhr fürGalizienbewilligt, 1820 derHolzhan-
del in Österreich ob der Enns freygegeben, 1822 wurde der Salzhandel in
Steyermark und im KlagenfurterKreise, 1824 auch in Österreich ob und un-
ter der Enns freygegeben, dass. I. auch derH. mit Citronen, Pomeranzen,
Feigen und ähnlichen Fruchtgattungen. Zur Begünstigung des auswärtigen
H.'s wurden mit verschiedenen Staaten des Auslandes Freyzügigkeil^ oer«
träge errichtet und zwar: mit Baden 1894, 1806, 1303. 1816; mit
Bayern: 1804,1307, 1803, 1816, I8l3; mit den deutschen Bundesstaa.
te„: 1819,1820; mit Dänemark: 18l2; mit Frankreich: 1814; mitIta-
lien: 1815; mit Hamburg: 1823; den jonischen Inseln: 1827; mit
Krakau: 1327; mitModena: 18l8, 23; mitNassau: 18l6; denNie«
derlanden: 1815; mit Parma: 1817; mit Polen: 1325; mit Ruß<
land: 1824; mit Sachsen: 1816, mit Sardinien: 1824; mit Schwe«
den: 1820; mitderSchweiz: 1804, 1818; mitSicilien: 1318, 1819;
mitToscana: 1821. — Der auswärtige H. Österreichs hat sich in der
neuesten Zeit sehr, und in dem Maße, als sich seine Oewerbsanstalie»
verbesserten, gehoben; er ist, obgleich im Auslande nicht gehörig be<
kannt, ein Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit geworden. Z-uar
ist Österreich durch seine natürlichen und politischen Verhältnisse an<
gewiesen, in de.n innern H. die vorzüglichste Quelle seines Reichthums
zu suchen; aber diese beyden Abtheilungen des Verkehres sind so innig
mit einander verzweigt, daß jede Veränderung, die >nir der einen vorgeht,
sich bald auch in der andern bemerkbar macht. I„ der That ist da; Fort-
schreiten des ö'sterr. Außenhandels durch das Aufblühen der Industrie in-
nerhalb des Staatsgebiethes und durch eine zwecknäßigere Betreibung
aller Zweige der Landwirthschaft herbeygeführt worden, indem sich die Pro-
bate zur Ausfuhr und das Vermögen zu kaufen vermehrten. In den frü-
heren Jahren, als die gesaimnten Gewerbsoerhältnisse noch weniger aus-
gebildet waren und das System des inneren Verkehres noch keinm festeil
Gang erhalten hatte, befand sich der auswärtige <). Österreichs in einem
' solchen Zustande, daß er dem Lande nahmhafte Verluste zuzog, und der
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie