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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 504 -
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504 Hardegg, das Geschlecht. 1359 und136l) zu bemerken, nachdem er mitHelena, des Churfürsten Rudolph vo» Sachsen Tochter, dieBurggrafschaftMagdeburg, die jedoch sein Sohn, Johann I I I . schon wieder, bis auf den Titel, veräußerte, erheyrathet hatte. Dieser Johann I I I . befand sich in seiner festen Stadt Rotz, als sie von den Hussiten, Anfangs Nov. 1425, belagert wurde; ungeachtet seines muchigen Widerstandes wurde sie am 25. d. M. erstürmt, die Besatzung ermordet, der Graf selbst aber uach P5ag geführt, wo er nach 2jahrigem Gefangnisse durch das Schwert hingerichtet wurde (1427). Sein Sohn Michael, kaiserl. Hofrichler in den Jahren 1434 und 1448, führte 1452, bey Kai- ser Friedrich's I I I . Einfeiten in Rom, das Hauptpanier des Reiches, und wurde auf der Tiberbrücke zum Ritter geschlagen, nachdem er schon vorher als (Titular-) Burggraf von Magdeburg den Fürste» beyge» zähltgewesen. 1444 empfing er von dem Abte zu Fulda die brauneck'schen Lehen in der Wetterau und am Vogelsberge. Lebenssatt und kinderlos setzte er den Kaiser Friedrich I I I . zum Erben ein und starb den 24. März 1483.—Die Grafschaft Hardegg blieb nicht lange ein Kammergut. Kaiser Maximi l ian,! , verkaufte sie 1494 mitVorbehalt des Lehenho- fes, an Heinrich Pruesche nk, Freyherrn von S tett en be rg/der auf dem nächsten Reichstage zu Worms 1495 als Graf von H. unter die Zahl der Reichsgrasen aufgenommen wurde. Das Grafendiplom ist vom 27. Oct. 1495 und verleihet den neuen Grafen zugleich die Graf- sckaft M achland in Osterreich ob der Enns. Die Prueschenken wa- ren Ministerialen der Herzoge von Steyermark, doch auch frühzeitig im Lande ob der Enns ansaßig. Stephan P ru eschen t lebte 1195 und 1204. Iobst, Stephan u^dBalthasar waren 1446 bey dem gro- ßen Aufgeboth der Steyermark gegen die Türken. Step Hau's Söhne, Sieg mund und Heinrich, wurden am 7. Iuny 1489 zu Frey-und Panierherren von Stettenberg erhoben. Sieg mund insbesondere leistete demKaiser Friedrich in seinen Kriegen mit Ungarn und denTürken die wichtigsten Dienste, und wurde dadurch nach und nach dessen Rath, Kämmerer und Oberstma.rschall, auch des heiligen Reiches obersterHaupt- manu. Er starb 1502 unvereheligt, und hinterließ als alleinigen Erben seinen Bruder, den Grafen Heinrich. Dieser gerieth 1475, in der Schlacht bey Rann, in türkische Gefangenschaft und diente nach seiner Auswechslung den Kaisern Friedrich und Maximi l ian gegen die Ungarn und Franzosen. I5N8 befehligte er als Viertelhauptmannim un- tern Machlande die aus demselben gegen die Venetianer ziehende Ritter- schaft. Nach 151(1 wird seiner nicht mehr gedacht. Seine Gemahlinn, Elisabeth von Ro senb erg, wurde Mutter von 5 Söhnen, Jo- hann, Ulrich, Georg, Christoph, Ju l ius Ulrich ward kaiserl. Kammerpräsident. Am 20. May 15N7 gab Kaiser Maximi- l ian ihm daH Recht, in Glatz Silbermünzen mit seinem Bildnisse prä- gen zu lassen. Er unterschrieb als ein Reichsstand, sammt seinem jüng- sten Bruder Ju l ius , den Reichsabschied von 1529 und starb, ohn? Kinder von 3 Frauen zu haben, nach 1534. Sein Bruder Johann starb den 27. Iuly 1533. Sein Sohn erster Ehe, Christoph, wurde l548 mit seinen Vettern von Osterreich der Rcichsstandschaft entsetzt und
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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