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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 517 -
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H/rtleben's C. A. Buchhandlung. — sartmann. 617 dem er nicht etwas Outes gestiftet oder befördert hatte. H. starb den 22. Iuny 1822. Hartleben's, Conr. Adolph, Buchhandlung in Pesth. In Ansehung des modernen Sortiments ist sie wohl die lebhafteste in ganz Un» gärn, sehr bedeutend an Verlag, den der geschmackvolle Hartleben stets recht würdig und elegant ausstattet. Seine vorzüglicheren Verlags» artikel sind: Csaplovics Ungar» und dessen Slavonien. — Galletti's Welt« künde. — Hammer's Constantinopolis und dessen Geschichte des osman. Reiches. — Miniaturgemälde aus der Länder- und Völkerkunde. In Le ip« zig hat Hartleben eine eigene Verlagsexpedition unter dieser Firma. Hartmann, Philipp Carl, Doctor der Arzneykunde, k. k. or- dentlicher öffentlicher Professor der allgemeinen Pathologie und Pharma° cologie, provisorischer Professor der mediciniscke» Klinik und speziellen therapie für Ärzte im allgemeinen Krankenhause zu Wien. Dieser be- rühmte Arzt und Philosoph wurde am 20. Iän. 1773 zu Heiligen« stadt im Eichsfeld'scheu Gebiethe, welche» jetzt zu Preußen gehört, ge» boren. Schon als Kind verlor er seinen Vaier; allein sein edler Oheim, Canonicus bey dem Collegiatstifte zuSt. Mart in in Heiligenstadt übernahm für den verwaisten Knaben und dessen jüngern Bruder Vater» pflichten, und machte es. dem talentvollen Knaben möglich, die Bahn del. Wissenschaften betreten zu können. H. widmete sich mit besonderem Fleiße den Wissenschaften, und nachdem er in seiner Vaterstadt die Gymnasial' und philosophischen Studien mit dem besten Erfolge zurückgelegt hatte, ging er auf die Universität nach Gött i ngen und widmete sich daselbst mit eben demselben Fleiße und Erfolge dem medicinischen Studium. Von glühendem Eifer für das selbstgewählte Fach und der edelsten Wißbegierde getrieben, kam er als Doctorand nach Wien , um die Vorlesungen des berühmten Frank zu hören, und unter der Lesung dieses großen Man», nes die letzte Hand an seine arztliche Bildung zu legen. Nach der damah« ligen Vorschrift mußten Ausländer, welche an der Wiener Hochschule graduirt werden wollten, den practischen 2 jährigen Lehrcurs wiederho» len. H. von seinen in Wien seßhaften Landsleuten aufgefordert, Öster- reich zu seinem neuen Vaterlande zu wählen, unterzog sich willig dieser Vorschrift, und wurde 1799 zum Doctor der Medicin promouirt. Seine practische L'.ufbahn begann mit 1801, wo er in beschränkten Verhalt» nissen als Assistent des Polizeybezirksarztes Dr. B a rth sich verwendete, und einem großen Theil der armen Kranken daselbst unentgeldlich arztli« che Hülfe leistete. 1802 machte das Brown'sche System Epoche. Alles huldigte diesem Systeme, nur Wenige behielten in diesem den Geist be- täubenden Jubel und rauschenden Getöse ihre Geistesgegenwart, um dieser neu gewonnenen Erkenntniß die nöthige Berichtigung und Ergän- zung geben, und sie fest und sicher begründen zu können. Zu diesen We- nigen gehörte H., der 1802 mit einer Untersuchung und Prüfung dieses Systems seine schriftstellerische Laufbahn eröffnete. Dieses Werk: „Ana- lyse der neuen Heilkunde" betitelt (Wien), welches das B r own'scheSy« ftem beleuchtete, zog aller Aufmerksamkeit auf sich, da es mit einem scharfen gründlichen Blick, ruhiger Besonnenheit und musterhafter Mä- ßigung, sich durch den Schein nicht trügen ließ, sondern mit regem Eifer
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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