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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
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520 Haschka. — Hasel bau er. Laurenz Aeop,, Dichter, der Verfasser dev durch den bsterr. Patriotismus und durch Ios. Haydn's schöne Composition allbeliebten Volkshymne: „Gott erhalte Franz den Kaiser"(s. d.Art.), war zu Wien den I. Sept. 1749 geboren. Nach absolvirtcn Studien trat er in dasNoviziat des Jesuiten-Ordens, hörte nach den2 vorgeschriebenen Probejahre«» Philosophie uud wurde dann zu Krem s als Lehrer derParvi- ste>i angestellt. Nach der Aufhebung des Jesuiten-Ordens 1773 tratH. wie- der in den weltlichen Stand zurück und begab sich nach Wien, begann daselbst sich der Schnftstellerey zu widmen, und unterrichtete unter an- dern Alr inger im deutschen poetischen Style , der ihm dafür ein sehr ansehnliches Geldgeschenk mic 10,000 Gulden machte. Bald wurdeH. auch im Gegensatze mit seiner frühern Bestimmung ein eifriger Verfechter der zu dieser Zeit grassirenden Neuerungswuth und verwickelte sich dadurch in verdrießliche literarische Fehden. Er ward Professor der Ästhetik an der Theresianischen Ritterakademie und Custos der Universitätsbibliothek zu Wien. H. starb den 3. Aug. 1827 im Pensionsstande. Am glücklichsten versuchte er sich in der lyrischen Dichtungsart, seine Oden und Barden« lieder sind frostig, gezwungen und voll falschem Pathos. Haselbach, Tbom., eigentlich Eben dorfer, Dr. der Theo- logie, Domherr bey St. Stephan und Pfarrer zu P erchto ld storf, histor., theolog. und philosophischer Schriftsteller, war geboren 138? zu H a s e l b a ch in Niederösterreich V. U. M. B. , daher sein Nahme nach der Sitte damahliger Zeit. Schon in frühester Jugend wid- mete sich H. auf das emsigste den Studien und erkor später vorzugsweise die Iurisprudeuz. 1417 begann er an der Universität zu Wien Vorle- sungen über die heil. Schrift zu halten, 1423, 1428 und 1445 beklei- dete H. die Rectorswürde, 142? wurde er Doctor der Theologie und Domherr bey S t. S tephan. Erbesuchte auch als vornehmster akademi» scher Gesandter das Consilium zuBasel und hielt daselbst in der Ver- sammlung der Väter mehrere ausgezeichnete Reden. 1434 wurde er Pfar. rer zu P erchtold storf V. U. W. W., welcher Ort damahls, der da- selbst befindlichen landesfürstl.Burg wegen, von großer Bedeutuugwar, bald darauf auch Hofcaplan. Stets mit dem Zutrauen seines Lande'sfüv- sten (Kaisers Friedrich III.) beehrt, und ausgezeichnet durch die Achtung der ganzen gelehrten Welt, starb H. zu Wien den 11. Iän. 1464. Unter seine vorzüglichsten Wedle gehört sein tünronicon ^.ustriae m 5 Büchern, deren letztere 3 die Geschichte seiner Zeit enthalten. Außerdem schrieb er noch viele exegetische, dogmatische, casuistische, philosophische und geschichtliche Werke. Der berühmte Ä n ea s ' S y lv ius (nachmahls als Papst Pius II.) pflegte ihn insißnem ex (^ei-inanisi'neulußuin zu nennen. Haselbauer, Franz, Jesuit, geöoren zu F r a u e n b c r g in Böhmen den 7. Sept. 1677, that 1696Profeß, wurde Anfangs 169? Prafectder lateinischen Classe zu Prag, dann 1703 Professor der he- bralschen Sprache bis 1723, legte seine Professur nieder und verbrachte den Rest seines Lebens im Clementinum zu Prag, wo er sich ganz der Literatur widmete und dabey das Amt eines Censors und Revisors der hebräischen u,d onentalischen Bücher versah. Lr starb am 23. Sept.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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