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—- Haup tmann . 523
.lätter mit Farbendruck sind ausgezeichnet schön. Ihm wurde als Musik»
verleger bis jetzt allein die Auszeichnung zu Theil, Ehrenmitglied der
konial. schwedischen Akademie der Musik in Stockholm zu seyn.
Außerdem ist er Mitglied mehrerer gelehrter musikalischer Institute des
Inlandes. Seine eigenen geschätzten Compositionen sind unter an-
dern : Der musikalische Jugendfreund (25 Hefte), einige Vocal-Messen
für Männerstimmen, und mehrere characteristische Tongemälde fur das
Pianoforte, welch letztere er 1813 und 1814 (z. B. Einzug der verbün-
deten Mächte in Paris; der Kurier in Wien; die Schlacht bey Paris;
das neubeglückte Osterreich b^ y Franz I. Rückkehr; Alexander I.
„nd Fried. Wilhelm I I I . in Wien)herausgab. Er weihte den reinen
Ertrag von einigen dieser Stücke auf das uneigennützigste wohlthatigen
Zwecken, was von den Behörden belobend anerkannt ward.— H-h^
aeieiat, was man mit Kenntniß und Thätigkeit, Kraft und Muth, Ernst
und Ausdauer vermag. Sein stattliches Geschäft mi: dessen Zwelgen l^st
aan; H.'s eigene, einzig und allein aus den Elementen seiner In-
dividualität hervorgegangene Schöpfung, die sich zusehends blühender und
tüchtiqer gestaltet. — Ein neuer imposanlerVerlagsartikel H. sistNee t-
hoven's große Composition: Der glorreiche Augenblick, welche der
Verleger, nachdem er sie den Kaisern von Österreich und Rußland
und dem Könige von Preußen hatte widmen dürfen, nut ungememem
Aufwand ausgestattet hat, bey welchem er, wie der Augenschein zeigt,
sicherlich mehr die Würde und Erhabenheit des Gegenstandes, als taut.«
mcinnische Zwecke berücksichtigte. ^ «.-<, , l- . ^«,
Hatvän, uugar. Marktflecken im Heveser Conutat, liegt am
Flusse Zagyoa'und am Fuße des Gebirges Matra, hat ein halbverfallenes
Schloß des Fürsten G rassalkovics und eine schone Kirche. H. hac vor-
treffliche Weide- und Pferdezucht von vielen 100U Stücken, bedeutende
Pftrdemärkte, ansehnlichen Handel.
Hauptmann, ist von unten hinauf der erste Befehlshaber eme«
mit 0ber- und Unterossicieren versehenen Abtheilung der ostcrr. Infante-
rie (Compagnie), welche eine in Dienst-und Ökonomie-Sachen, und ,n
der Waffenübung zusammengehörige stabile Unterabthellung e.nes Regi-
ments formirt. Man fordert von ihm, daß er vom Oberlieutenant abwärts
alle Untergebenen zur schnellsten und vollkommensten Erfüllung ihrer Pflich-
ten anhalte. Wenn der H. um etwas zu bitten, oder sich zu be,chwe.
ren hat, wendet er
Quartieren an den Divisions- oder Ortscommandanten. Wenn das gan,«
Officiercorps etwas vorzutragen oder zu klagen hatte, so g">t nur
der erste H. mit dem ältesten Ober- und Unterlieutenant und Oayn-
rich zu dem zweyten Major, von welchem sie zu dem erste"/vom leste-
ren zu dem Oberstlieutenant, und von diesem zu dem Obersten Muyn
werden; wenn aber die Klage den Regiments-Commandanten se W ve-
träse, und derselbe die Genugthuung verweigern würde, so melden ye
sich der Ordnung nach bey dem Regimentsinhaber oder Brigadier, ,e
nachdem der Gegenstand zu den Vorrechten des Erster« oder dem Wirkungs-
kreise des letzteren gehört, um Abhülfe, und nur dann erst weiter,
wenn ihr auch von diesen nicht abgeholfen werden sollte. Eme vorzüglich«
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie