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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 539 -
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Heinrich, Iac. — Heinrich o. d. Neustadt. 58!) der Frauzensmuseums-Bibliothek, ist geboren den 1. März 1785 zu Fried land in Mähren. Als er seine akademischen Studien in Wien vollendet hatte, widmete er sich 1808—13 dem E i^ehungsgeschäfte. 1814 erhielt er eine Anstellung als öffentlicher Lehrer der Geographie, und Geschichte am kath. Gymnasium zu Teschen, und wirkte zugleich als Custos des dasigen Sch erschni k'schen Museums bis im Oct. 1831, wo er nach Brün n als Professor der Grammaticalclassen befordert wurde. Im Drucke erschienen von ihm: Versuch über die Geschieht« des Herzog» thums Teschen von den ältesten bis auf gegenwärtige Zeiten. Teschen, I8l8. — Scherschnik's Denkmal, eb. 1824. — Scheller's lateinisch - deut. fthes Wörterbuch in etymologischer Ordnung, mit mehr als 6U0l) Wörtern «. vermehrt. 2 Thle. eb. 1826. Außerdem schrieb H. noch mehrere, der Vaterlandskunde und Verbreitung nützlicher Kenntnisse ge- widmete Aufsätze für Woln y's Taschenbuch, für die vaterländischen Blät- ter, Hormayr's und Ridler's Archiv, den Hesperus, die Moravia und andere Zeitschriften lc. Heinrich, Iac., k. k. Hofrath der obersten Iussizstelle und Rit- ter des konigl. ungar. St. Stephans-Ordens, war 1753 zu Prag ge- boren. Zum geistlichen Stande bestimmt, vollendete er die philosophi- schen Studien im Jesuiten-Eollegium zu Olmütz; nach Aufhebung dieses Ordens betrat er zu Prag die juridische akademische Laufbahn, und ward 1776 Auditor im Infanterie-Regimente des Feldmarschalls Grafen Ios. Colloredo. Schon in diesem ersten Staatsdienste,zeich- nete er sich durch besondere, in damahliger Zei!- ungewöhnliche Leistun- gen aus, und gab künftigen Richtern des Soldatensiandes ein ermun- terndes Beyspiel, indem er zuerst einem lang gefühlten Bedürfnisse ab- helfend, eine Sammlung der Militär-Iustizgesetze unter mancherley Schwierigkeiten im Drucke erscheinen ließ, mit dem Titel: Gesetze für die k. k. Armee, Prag, 1785; fortgesetzte Aufl. eb. 1787. Seit 1789 wurden sein? Talente und Kenntnisse, sein unermüdlicher Fleiß, seine wohlwollende Rechtlichkeit für die Rechtspflege des Civilstandes gewon- nen, in welchem e.r als konigl. böhmischer Fiscaladjunct, als konigl. böh- mischer Landrath, dann Appellationsrath, und endlich seit 1805 als' Hofrath des obersten Gerichtshofes mit stets gleicher Unbefangenheit, seiner Pflicht getreu, wirrte. 1824 ward er mit dem Ritterkreuze des lönigl. ungav. St. Stephan-Ordens ausgezeichnet, so wie früher durch eine außerordentliche Gehaltsvermehrnng belohnt. Er starb den 27. Iüny 1827. Heinrich der Teichner, Dichter u»d Minnesänger aus dem 14. Jahrhundert. Er war in Wien geboren und schrieb Spruchgedichte, deren einige in Sammlungen altdeutscher Gedichte vorkomme», wie in Docen's Miscellanecn, Grimm's altdeutschen Waldern :c. Heinrich von der Neustadt, österr. Dichter aus dem 15. Jahr- hunderte, wurde zu Wien er-Neu sta d t um 1400 geboren. Er ist Verfasser des epischen Gedichtes: Apollonius von Tyrland, aus dem Sagenkreise der Tafelrunde, so wie des Gedichtes: Unsers Herren Zu- kunft, nach dem Lateinischen des herametrischen das Bild eines voll- kommenen Mannes allegorisirenden „AnticlaudianlM von Alanus.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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