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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 543 -
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Seite - 543 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2

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Helfenburg. — Hel l , Ios . Helfcnburg, großes Bergschloß im Prachiner Kreise Böh» meus, wurde vormahls wegen seiner Festigkeit für unüberwindlich ge« halten. Helferd Ios., Doctor der Rechte, Professor des röm. Civil- und dej Kirchenrechtes zu Prag, geboren 1790 zu PlaninBöhmm, studirtedie Humaniore» am Gymnasium zu Eger, die Philosophie und Rechtswissen- schaft aber an der Universität zu Prag, zugleich widmete er sich auch den außerordentlichen Vorlesungen. Während seiner Studien durchreiste er Bayern, Sachsen uud Schlesien, so wie die meisten Provinzen von Osterreich, um ihre Einrichtung und Verfassung iu wissenschaftlicher Be- ziehung kennen zu lernen. Nach Vollendung seiner wissenschaftlichen Laufbahn arbeitete er bey dem Magistrate zu Prag, verschaffte sich zu>» gleich in der Kanzley eines Advocaten Gewandtheit in Rechtssachen, u»d wurde bald darauf Iustiziär bey Prag. Als er aber dort nicht hin- längliche Beschäftigung fand, kehrte er nach vorläufiger Vorbereitung z',ir Erlangung der Doctorswürde der Rechte nach Prag zurück, und ging, nachdem er daselbst die ersten Rigorosen bestanden hatte, nach Wien, wo er seine Prüfungen vollendete, den 19. Iuly 18l7 zum Doctor beyder Rechte ernannt wurde, und sich ganz dem Lehrfache hin- gab. Nachdem er von Dol l iner , Professor dcs röm. Civil- und Kir« chenrechts zu Wien, als Substitut aufgenommen worden, ward H. durch Hofdecret vom 16. Oct. 1818 Professor dös österr. Priuatrechts am Lyceum zu Olmütz. Da aber damahls die Professur des Feudal-, Merccmtil- und Wechselrechls in Wie» unbesetzt war, so versah, er dort einstweilen diese Stelle bis zur Ernennung eines neuen Professors, ging endlich nach Olmütz, und nachdem er daselbst 1j Jahre zugebracht hatte, ward er durch Hofdecret vom 7. Iuny 1820 zum Professor des rom. Civil- und des canonischen Rechtes an der Universität zu Prag befordert. Seine vorzüglichsten Schriften sind: Versuch einer systemati- schen Darstellung der IurisdictionS'Norm für die deutschen und italie- nischen Provinzen des österr. Kaiserthums. Wien, 1819. 2. Aufl. eb. 1^828. —Von dem Kirchenvermögen und dem Religionsfonde. Wien, 1823. 3. Aufl. Prag, 1834.-^ Von der Erbauung und Herstellung kirchlicher Gebäude. Wien, 1823. — Darstellung der Rechte, welche in Ansehung der heiligen Handlungen, dann der heiligen und religiöse» Sachen, sowohl nach kirchlichen, als nach österreichisch - bürgerlichen Gesetzen Statt finden, eb. 1826. — Von den Einkünften, Abgaben und Vcrlassenschaften geistlicher Personen, eb.— Die Rechte und Verfassung der Akatholiken in Österreich nach den k. k. Verordnungen zusammenge» stellt. Wien, 1827.—Von der Besetzung, Erledigung und dem Le- digsiehen der Benesicien nach dem gemeinen und besonderen österr. Kir- chenrechte. Prag, 1828. — Von den Rechten und Pflichten der Bi- schöfe und Pfarrer, dann deren beyderseitigen Gehülfen und Stellver- tretern. Nach dem gemeinen und besondern österr. Kirchenrechte zusam« mengestellt. 2 Thle. Prag, 1832. Hell, Ios., geschickterHolzschneidelünstler, war 1792 zu V omp bey Schwatz in Tyrol geboren. Sohn eines armen Bauers, beschäftig- te sich H. in frühester Jugend in müßigen Stund«., mit Schnitzarbei-
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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