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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 563 -
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Seite - 563 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2

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Hermannstädter S t u h l . — Herrgot t . 563 Versammlungen. Von Lehr« und Erziehungsanstalten sind hier ein kath. Gymnasium und eine Nationalschule, ein Ursulinernonnenkloster mit öffentlicher Mädchenschule, ei» stark besuchtes evangelisches Gymna- sium, mit welchem 18l7 das freyherrl. Bruckenthal'sche National« Museum vereinigt wurde, ein großes kath. Waisenhaus, ein evangel. Waisenhaus, und ein Militär - Knabenerziehungshaus. Außerdem be- sitzt die Stadt ein Kranken- und Versorgungshaus, das Seidel'- sche Krankenhaus, eine städtische Almosenanstalt, das R e i ß e n» fels'sche Institut, ein Institut für Senators-Witwen, ein Militär- spital und ein großes Zucht- und Arbeitshaus. Die fleißigen Einwohner betreiben viele Gewerbe; auch ist der Eigen- und Transitohandel nicht ohne Bedeutung, und zu dessen Belebung ward hier di? priv. griechi» sche Compagnie errichtet. — In H. wurden von jeher die Landtage gehalten, und die Quartiere hiezu in früheren Zeiten ganz un- mtgeltlich überlassen. Bey der geringen Zahl der Häuser ist diese Ein- quartierung ehemahls der Bürgerschaft beschwerlich gewesen; allein schon die Kaiserinn Mar ia Theresia hat diese Einquartierung durch ein Reglement erleichtert und Bonificationen bestimmt, zu welchen di« Erbauung ganz neuer und die vielen Verbesserungen der ältern Häuser den Anlaß gaben. Hermannstadter Stuhl , im Lande der Sachsen in Siebenbür. gen, hat einen Flächeninhalt von 34 geogr. Q. M., und eine Bevöl- kerung von 70,000 Menschen. Zum H. St. gehören: 1) der Haupt- stuhl mit den freyen Dörfern;' 2) einige der Stadt Hermannstadt verliehene Güter; 3) die Lona «eptem ^udicum, unter welchen auch nebst andern die beyden Filialstühle Tälmacs und Szeliste begrif- fen sind. — Der Boden des eigentlichen Stuhls ist gut, und nur hin und wieder mittelmäßig. Es fehlt ihm auch an Weinwachs nicht, ob- gleich die erzeugten Weine von keiner besonderen Güte, sondern mei» stens gering und schlecht sind. Grösitentheils wird dieser Stuhl von Sach- sen bewohnt, die sich vom Ackerbau, Weinwachs, Holzverkauf, Fuhrwe» sen, Gemüse- und Obstbau u. dgl. nähren. Hermannstadt (Herzmann-Miestecz), böhm. Stadt im Chru- dimer - Kreise, mit 270 Häuf. und l,100 Einw., einem Schlosse, Ge« sundbrunnen, einer schönen kath. Pfarrkirche, Iudensynagoge und vor- trefflichem Marmor und Gyps. Hernad (Runnert), Fluß in Ungarn, hat seine Quellen in der hohen Gegend des Königsberges in der Zipser Oespanschaft, nimmt viele kleine Flüsse auf, bildet mit seinem Arme (dem kleinen H.) die Insel Bärsongos und fließt unter O n od mit der Theiß zusammen. Herrgott, Ioh. Iac., mit dem Ordensnahmen: Marquard, ein durch gründliche historische Forschungen, Sammeln und Bekannt- machung wichtiger Urkunden und Alterthümer sehr verdienter Gelehr- ter, geboren zuFreyburgim Breisgau, den 9. Oct. 1694. Von früher Jugend an zeichnete er sich durch Fleiß und Thätigkeit aus; seine ersten Studien machteer zu Freyburg und setzte dieselben zu Straßburg fort, wo er schon im 15. Altersjahre den gewöhnlichen Studien- Cnrsus vollendete, hierauf eine Infonnatorstelle daselbst annahm, und dann 36 *
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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