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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 593 -
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Seite - 593 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2

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Höfel, Blasius. 5N3 Letter, und wurde endlich seines hohen Alters wegen, auf eigeneK Ansuchen 1832 mit dem Titel eines k. k. Ho°fraths in den wohlverdienten Ruhestand versetzt, nachdem er durch volle 55 Jahre, nähmlich lj Jahre als Präfect und 47 Jahre als Director, erfolgreich gewirkt hatte. Hösel, Blasius, Professor der freyen Handzeichnung an der k. l. Militärakademie inWiene r-N eustadt, rühmlich bekannterKupferstecher und Holzschneidekünstler, einer der talentvollsten Wiedererwecker der Holz» schneidetunst in Osterreich. Er ist geboren zu W i en 1792 und erhielt sei» nen ersten, sowohl Elementar» als Zeichnenunterricht in der Z olle r'schen Stiftung am Neubau. In frühester Jugend kam H. zu einem Buchbinder in die Lehre, ein Freund des Hauses entdeckte seine Anlagen zur Müsil und so wurde er Chorknabe in verschiedenen Kirchen und zuletzt beym Theater an der Wien. Doch vor Allem war das Gemüth des Knaben der bilden» den Kunst zugewendet, er übte sich in freyen Stunden im Zeichnen und brachte es bald zur ziemlichen Fertigkeit. Seine anhaltende feste Liebe zur Kunst, unablässiges Bitten und das Fürwort guter Freunde verschaff- ten dem Knaben endlich die sehnlich gewünschte Erlaubniß, daß er sich der Kunst widmen und die Akademie besuchen dürfte^ wo er unter der Leitung des Directors Hagenauer und des Professors Maurer bey dem kümmerlichsten Leben die erfreulichsten Fortschritte machte und sich endlich aus eigener Wahl der Kupferstecherkunst widmete, nachdem er durch die geringsten Arbeiten, durch Zimmermalen, Illuminiren und durch wohlfeile Portrats in Miniatur und Pastell seinen Unterhalt er» worben hatte. Durch Verwendung eines guten Freundes wurde H. bey dem bekannten Kupferstecher, Quir in Mark, aufgenommen, wel» cher ihn den halben Tag zu seinen Arbeiten verwendete, den zweyten halben Tag jedoch frey ließ, an welchem H. zu seinem Broterwerbe Por» träts malte und mehrere kleine populäre Gegenstände in Kupfer stach. Die ersten Werkzeuge hatte er sich mit vielem Erfindungsgeiste selbst ver» fertigt. Unter dieses Meisters Leitung führte H. mehrere Copien nach Kupferstichen und 2 Galleriegemälde aus. 1811 starb Quir in Mark und H., der sich nunmehr schon zum selbstständigen Künstler qualificirt hatte, gab nun das Miniaturmalen ganzlich auf und verlegte sich aus- schließend auf das Kupferstechen, vorzüglich im Porträtsfache. Seine erste vorzügliche Leistung war das Portrat der Kaiserinn Marie Caro- line Auguste, welches H. dem verstorbenen KönigMaxim.Ios. von Bayern zueignete und dafür mit einer goldenen Medaille und einem Handschreiben belohnt wurde. 1820 erhielt H. dieProfessur der freyenHand« zeichnung an der W.-Neustädter Militärakademie, die er noch mir groß» ter Auszeichnung bekleidet. In neuerer Zeit machte sich H. um die Wie- deraufnahme der seit langer Zeit fast in Verfall gewesenen Holzschneide« kunst sehr verdient, er lieferte die vorzüglichsten Arbeiten dieses Faches, und versuchte sich auch mit vielem Glücke im Elfenbeinschnitt. Durch die Aufnahme von Holzschnitten in Bäuerle's Theaterzeitung ist es H. nach seinem lange gehegten Wunsche auch gelungen, eine Schule dieser Kunst zu gründen und mehrere sehr geschickte Künstler, so z. B. Bue- mann, Tepplar, Zastera, Seippu. a. m. sind bereits aus ihr hervorgegangen. Unter seinen vielen vortrefflichen Blättern sind vorzugs» Oesterr. Nat. Encykl. Nd. I I . 23
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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