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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
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H o f b i b l i o t h e k . ' 59!» 165l wurde Mathias Mauchler Vorsteher, und die. H. während dessen Dienstleistung durch die Bücher und Handschriften des berühmten Astronomen Tycho Brahe, des Wi lh. Schikard, Möstlin's, Keppler's und Peter Gassendi's bedeutend bereichert. 1663 folgte Pet. Lambeck (Lambecius) als Bibliothekar. Noch dasselbeIahr fühlte sich Kaiser LeopoldI. durch den immer wachsenden Bücherreichthum bewo- gen, die kais. Bibliothek aus dem Minontenkloster in jenen Theil der kais. Burg zu übersetzen, wo sich jetzt die Schatzkammer befindet. 1674 wurde ihr der reiche vom ErzherzogeF erd ina n d von Tyrolgesammelte Schatz an Büchern und Handschriften des Schlosses Ambrasin Tyrol, so wie die spanische Büchersammlung des Marquis von Gabrega zugetheilt. 163(1 starb Lambeck und hinterließ der H. ebenfalls seine gesammelten Bücher und Handschriften. Unter seinem Nachfolger Daniel Nessel kam auch die erzherzogliche Bibliothek aus Innsbruck dazu. 17l)5 wurde Johann Benedict Gent i lot t i von Engelsbrunn Bi- htiothekar, dessen Fleiß wir jenes genaue Verzeichniß des Manuscripten« vorrathes der H. verdanken, welches noch jetzt in zahlreichen Foliobän» den aufgestellt ist. 1723 veranlaßte die Menge der Bücher, die sich schon damahls über 100,000 Stücke belief, den Kunst und Wissenschaft lie- benden Kaiser Carl VI. zu dem Baue des heutigen herrlichen kaiserl. Bibliothekgebäudes, welches unter der Leitung des berühmten Hofarchi» tecten I. E. Fischer von Erlach bereits 1726 beendet war. Zugleich erklärte dieser Kaiser die Bibliothek, welche bisher Privateigenthum des Hofes gewesen war, zu einem öffentlichen Institute; Präfect, derselben wurde der erste Leibarzt, Pius Nicol. Garel l i , welchem, da die Bestimmung der Bibliothek zum öffentlichen Gebrauche eineVermehrung der Beamten nothwendig machte, noch 2 Custoden, 4 Scriptoren und 2 Bibliothekdiener beygegeben wurden. Von 1711 bis zum Tode Car l's VI. , l?40, wurde die H. durch die Bücher- und Handschriftensammlung des Freyherrn vonH oh endorf aus den Niederlanden, die desErzbischofs Valenz, durch jene alten Manuscripte, welche Apostolo Zeno in Venedig und Alexander Riccardi in Neapel sammelten, vermehrt, den bedeutendsten Zuwachs aber erhielt sie durch die äußerst reichhaltige berühmte Bücher- Handschriften» und Kupferstichsammlung des 1736 verstorbenen Prinzen Eugen von Savoyen. 1745 wurde Gerard Freyherr van Swieten, M aria Th eresiens erster Leib- arzt, Präses der H. Unter seiner Leitung wurde die Bibliothek in bes- sere Ordnung gebracht, mit der Universitäts« und Magistratsbibliothek, so wie mit der Starhember g'schen bereichert; nach dem Tode des Kai- sers Franz I., 1765, erhielt sie durch dessen Privatbibliothek neuen an» sehnlichen Zuwachs. 1781 erhielt Gott fr ied Freyh. van 'Swieten, des Vorigen würdiger Sohn, dessen Stelle, durch seine Bemühungen ver- mehrte sich besonders die Musikaliensammlung der H. Unter Kaiser Jo- seph I I . wurde die vordem Bibliothekgebäude gestandene offene Som» merreitschule abgebrochen und eine hohe Mauer, welche von der heuti» gen Reitschule bis zur Ecke der Augustinerkirche hinlief, weggeräumt, der linke Flügel des Gebäudes an derAugustinertirche gleichförmig erhöht
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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