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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 608 -
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608 Hofer, Ios. Ant. — Hossbauer. Universitäten zu Würzburg, Giesien und Gött ingen, und wurde uach seiner Zurückkunfc an der hohen Schule zu Salzburg Professor der heiligen Schrift, biblischen Hermeneutik und der orien- talischeil Sprachen. 1793 erhielt er die Prokanzlersstelle. 1802 wurde er Rector. Er starb 18l7.—Im Drucke erschienen von ihm: Über deu Umfang der orientalisch-biblischen Literatur, Salzb. 1789.— I^razini l^utcü-ocl. parapnrasi« in 3. I'aull epistolas ad l^aiatas et <H»!l«5zen5e8, eb. 1796 und m. a. Hofer, Ios. Ant., geboren zu Ca stel ru t h den 19. May 1742, studirte die untern Schulen zuBrixenund auf der Universität zu Inns» bruck die Philosophie, Theologie sammt den geistlichen und weltlichen Rech- ten. Sein ausgezeichneter Fortgang in der Philosophie verschaffte ihm die Doctorswürde derselben.—Zum Priester wurde er 1765 geweiht, und 1772 zum Professor der Rhetorik und bald auch zum Präfecten des Gymnasiums zu Br i ren ernannt, wo er auch eine Domherrnstelle erhielt. 1782 wurde er als k. k. Gubernialrath und Referent in geistlichen Sachen zu Innsbruck angestellt, von wo er nach 4 Jahren wieder zu seinem Canonicate zurückkehrte, und an dem Lyceum zu Br i ren das Kirchen- recht mit eben so vieler Klarheit als Gründlichkeit fortlehrte, bis er 1807 in den Pensionsstand versetzt wurde. Er war aber als fürstbischöfl. geistl. Rath zu B rix eu fortan unermüdet thätig bis zu seinem 1820 erfolgten Tode. — Seine Schriften sind: Anleitung zur Geographie der ältern und neuern Zeiten, Briren 1774.—Van-I^zpen, «lui-. eccles. univ. coinpendium. 4 Bde. eb. 1781. — Oonspectuz Huri« eccl«. pu- klici, eb. 1783. Hoffbauer, Clemens Mar ia , Beichtvater und Kirchendirector bey den Ursulinerinnen in Wien, war geboren den 26. Dec. 1751 zu Tassowitz bey Zn ay m in Mahren. Schon in früher Jugend zeigte er, von einer frommen und geistreichen Mutter erzogen, frommen, gotter- gebenen Sinn. Bald nach ihrem Tode zog er sich in die Einsamkeit zurück und lebte nach Weise der damahls noch in den österr. Staaten bestehen- den Einsiedler, bis diese, unter der Regierung des Kaisers Iosepb I I . aufgehoben wurden. Nun ging er nach Wien, um daselbst seine Stu< dien fortzusetzen, die er bereits m seiner Heimath begonnen hatte. Nach Vollendung derselben reiste er nach Rom und trat daselbst in die noch nicht lange errichtete Congregation der Redemptoristen und empfing 1781 die Priesterweihe. 1785 wurde er von dem Orden mit einer Mission nach Curlaud beauftragt, er kam jedoch nur bis Warschau, und blieb, von dem damahligen König Stanislaus von Polen begünstigt, daselbst, wo er 1786 ein Collegium seiner Congregation gründete und damit eine Art von Waisenhaus verband, dessen Besorgung er sich, trotz vieler Schwie« rigkeiten, auf das eifrigste unterzog. Als indessen die Sache bereits im besten Gange war und er auch schon viele widrige und selbst gefahrvolle Schicksale, besonders zur Zeit der polnischen Revolutiou überstanden hatte, dachte er daran, seinem Orden auch in Deutschland Eingang zu verschaffen. 1802 gelang es ihm auch, nach vielen Mühen, auf dem BergeTabor bey Schaffhausen so wie auch zu Tryberg im Schwarz- walde einen Anfang zur Gründung desselben zu machen. Nach der Schlacht
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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