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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 624 -
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624 Hohcniindcn, Schlacht bey.— Hodcnlohe, Alex.Fü rstv Stiftes, ferner unter den Bilderaltären das Crucisirbild in der Prälatenca» pelle vonVan Dyk; 86 Grabdenkmahle (Z a wisch von Rosenberg liegt hier begraben). — In der Entfernung von 2 Stunde ist die Teu- felsmauer, eine einzelne Felsenwand aus Granitblöcken hoch über die Moldau emporsteigend. — Von H. geht viel grobes, hier gebleichtes Werggarn zu Dochten für Wachs- und Talglichter nach Oberösterreich, Tyrol, Bayern und in einige Gegenden Böhmens. Hohcnlinden, Dorf im Königreiche Bayern, an der Straße von Mühldor f nach München. Hier fand den 3. December 1800 die Schlacht zwischen der französischen Armee (101,600 Mann) unter Ge- neral M oreau und der österreichischen und bayerischen(120,000Mann) unter dem Erzherzog Johann, welchem General Lauer zur Seite gegeben war, zum Nachtheile der Letzteren Statt. Beyderseirs wurde mit großer Erbitterung gefochten und der Sieg hatte sich schon sichtlich auf die Seite der Österreicher geneigt, als durch eine kühne Bewegung des franzos. Generals Richepanse die Schlacht zum Vortheile der Franzosen entschieden wurde. Er warf sich nähmlich im Augenblicke der höchsten Krisis mit der 48. Halbbrigade auf die österr. Artillerie-Colonne und überließ dem General Walther die gefährliche Sorge, ihm Flanke und Rücken zu decken und die österr. Cavallerie aufzuhalten. Bevor die zur Deckung der Artillerie bestimmten Infanterie-Abtheilungen einigen Widerstand leisten konnten, war der ungeheure Geschütz-und Wagen- zug, dem kein Ausweg offen stand, in die größte Verwirrung ge- bracht, konnte weder vor- noch rückwärts und sperrte die ganze Chaussee; zwar sendete der Erzherzog augenblicklich 2 Bataillons zum Succurs, und der bayerische GeneralWre de rückte mit3 Bataillons gegen Riche- panse vor, aber nichts konnte dessen ungestümes Vordringen aufhalten. Der Obergeneral Moreau benutzte mit kluger Berechnung diese Gele- genheit, führte die Divisionen Neyund Grouchy selbst zum Angriffe und bald war die ganze Masse in die größte Verwirrung gebracht. Nachmit- tags 2 Uhr war die Schlacht auf allen Puncten entschieden. Der Ge- sammtverlust der Österreicher belief sich auf 179 Officiere, 11,000 Mann, 87 Geschütze und 300 Wage», die Bayern verloren fast ihre ganze Ar- tillerie, gegen 20 Stücke und 5000 Mann. Die Franzosen hatten über 8000 Todte und Verwundete. Die unmittelbaren Folgen dieses Sieges waren das Vordringen Myreau's über den Inn, die Salza und Traun bis 10 Meilen von Wien und endlich den 25. Dec. der Waffenstillstand zu Steyer, durch welchen die Franzosen die Besetzung der Festun- gen Würzburg, Braunau, Kuefstein und Scharnitz erhiel» ten und sich der Lüneviller Frieden vorbereitete. S. auch Französische Kriege. Hohenlohe-Waldenburg-Sckillingsfürst, Alexand Leop. Furs tv . , Szolnoker Archidiacon am Domcapitel zuGro ßwa rdein und Abt zu Gabor jan in Ungarn, war geboren zu Kupferze l l bey Waldenburg den 17. Aug. 1793, das I8.Kind des Erbprinzen C^rl Albrecht und I u d i t h e n s , Freyinn von Rewitzky, einer ungari- schen Edeldame. Von Letzterer wurde H. von Geburt an der Kirche ge- weiht. 1804 kam er in das Theresianum nach W i e n , um die Huma«
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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