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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 628 -
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628 HohenwartFr.IGr. v.—Hobenzollern,Fr. A.Fürstv. Erzherzoginnen Marie Louise, Leopoldine und Marie Cle- mentine ein, taufte mehrere Erzherzoge und Erzherzoginnen; und hatte zuletzt die Freude, dem Erzherzoge Rudolph die Priesterweihe so wie >die Weihe zum Bischof zu ertheilen und demselben das erzbischöf- liche Pallium zu überreichen. — H. richtete als Erzbischof sein erstes Augenmerk auf das erzbischöfliche Alumnat, die Pfianzschu!e künftiger Seelsorger und Volkslehrer, und traf zum Gedeihen dieses wohlthäti- gen Institutes viele treffliche Anstalten und Umänderungen der^früher be- standenen Einrichtungen. Durch 10 Jahre bereisete er jeden Sommer seine ausgedehnte Diöcese, um sich überall selbst von der Amtsverrichtung seiner Untergebenen zu überzeugen und die zum Gedeihen des Bessern nöthigen Vorkehrungen zu treffen. Überall hielt er an die Versammlung frommer Zuhörer Predigten, und hielt selbst die Christenlehre. Bey sei- nen Visitationen ging er in die ärmsten Hütten der Landbewohner und überall machte sein heiliger Eifer für die gute Sache großen Eindruck. Sein Eifer in der Verrichtung seiner Amtspflichten war bewunderungs^ würdig. Alle Geschäfte, selbst die kleinsten, leitete er selbst, mit rastloser Thätigkeit. Als Erzbischof von Wien hat er 480 Priestern die Weihe, und mehreren Bischöfen die Consecration ertheilt. — Erstarb am 30. Iuny 1820 im 91. Jahre seines Alters. Sein Leichnam wurde in der Metro- politan kirche neben den Bischöfen und Erzbischöfen feyerlich beygesetzt. Hohcnwart, Franz Ios. Graf v., Neffe des Vorigen, pens. Gubernialrath und gewesener Präsident der k. k. Landwirthschafts - Ge- sellschaft zu Laib ach, Oberst- Erblandtruchseß in Kram, Sohn Georgs Iac. Grafen v. H. zu Oerlachstein und Raunach, k. l< geh. Ra- thes und krainerischen Landrechtspräsidenten. Er ist geboren zuLaibachden 24. May 1771, war bey der Landsturm-Orqanisirung 1809 thätig und zeichnet sich durch gemeinnützige wissenschaftliche Bestrebungen aus; er ist sehr bewandert in der Naturkunde, besonders in der Geognosieund Con- chyliologie. Seine reichen Sammlungen, worunter vorzüglich sein conchr« liologisches Cabinet merkwürdig, widmete er dem krainerischen Landesmu- seum in Laib ach. Um diese vaterl. Anstalt hat H. grosse und entschiedene Verdienste; sie ist gleichsam seine Schöpfung. Die darin von ihm 1831 und 1832gehaltenen Reden (gedruckt zu Laibach 1832) zeugen von seinen scha- tzenswerthen Kenntnissen und edlen Gesinnungen. Sein Wegweiser in der Adelsberger Grotte (s. d.), zu dem die von Schaffen rath gezeichne- ten Ansichten gehören, kann ihm nicht anders als zum Lobe gereichen. Hohenzollern-Hechingen, Fricdr. Ant. Fürst v. , k. k. Ge- neral der Cavallerie, und Inhaber eines Cürassier-Regiments. Entsproft' sen aus dem uva!ten edlen Stamme, der Fürsten von Hohenzollern- Hechingen, die durch eine lange Reihe von Jahren dem deutschen Reiche, und den Regenten Österreichs treue und wichtige Dienste gelei- stet haben, war er der Sohn des Grafen Hermann Friedrich, k. l. Gouverneurs zu Breisgau; geb. am 24. Febr. 1726 zu Freyburg in Breisgau. — 1744 trat er in k. k. Kriegsdienste und war als Fähnrich in dem damahligen Infanterie-Regiment« Grün ne angestellt.—Da er für den Dienst der Cavallerie eine besondere Vorliebe hegte, so trat cr bald als Untcrlieutenant, zum Cavalleris-Neqimsnt Lobkowil», und
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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