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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
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H o r ä n y i. zwar noch einige Sorten des besten ausländischen Hopfens, im Ganzen genommen ist jedoch die Einfuhr so unbedeutend, daß sie nicht ein- mahl ^ der Ausfuhr beträgt. Nach Wien wurde in neuerer Zeit we- nig oder gar kein ausländischer Hopfen mehr eingefühlt, höchstens wer- den Hopfensetzlinge aus der Fremde bezogen. Horanyi, Franz Ios. Alexius v., berühmter ungar. Ge- schichtforscher, wurde geboren zu Ofen den 15. Febr. 1736 von wohl- habenden Ältern / die ihm eine vortreffliche Erziehung angedeihen ließen. 1747 kam H. nach Prag an den Hof des damahligen Erzbischofs, seines Anverwandten und lernte hier die Anfangsgründe der latein. Sprache. Nach Jahresfrist ging H. wieder in sein Vaterland zurück, studirte zu Ofen, Preßburg und Raab die Humanioren mit bestem Erfolge und trat 1752 in den Orden der frommen Schulen. l754 legte H. zu Privitz (Privigy a)dasNoviziatab. 1754 HudirteerzuPesth mehrere Zweige der Philosophie, legte sodann seine Profeß ab und reiste 1755 nach Rom, wo er sich durch 4 Jahre mit warmem Eifer und glücklichem Erfolge den Studien-der Philosophie, Mathematik, Geschichte, Alter- thumskunde, griechischen und römischen Literatur und Theologie, besonders aber der Naturlehre widmete. 1758 empfing H. in R o m die Priester- weihe, unternahm noch eine Reise nach Neapel und Sicilien, reiste dann über Florenz, Pisa, Mai land und Genua nachTurin, wo- selbst ihn einige Engländer, welche er in Rom kennengelernt hatte, zu einer Reise nach England bewogen, welche H. in ihrer Gesellschaft durch die Schweiz, Elsaß und die Niederlande unternahm. Nach seiner Rückkehr über Holland, Deutschland und Böhmen lehrte H. 1759 und 1760 zu Waitzen die latein. Principien, 1762 die lateinische Gram- matik zu Neu t ra . Nunmehr begann er auch mit vielem Glücke die schriftstellerische Laufbahn zu betreten. 1763 lehrte er zu K et s ke- in et lalein. Poesie und wurde dasselbe Jahr zum Secretär des Ordens erwählt. 1765 erhielt er die Professur der Geschichte an dem neu errich- teten Theresianum zu Waitzen. 1769 reiste er zum zweyten Mahle nach Italien, besuchte V en e d ig, und begann sich hier hauptsächlich mit Forschungen über die Literatur und Geschichte seines Vaterlandes zu beschäftigen, ein Feld, auf welchem er unverwellliche Lorbeer» pflückte, und sich den wärmsten Dank seines Vaterlandes erwarb. 1777 wurde H. das Amt eines Catecheten in Pesth zu Theil, 1779 aber wurde er daselbst zum, Professor der ungar. Geschichte ernannt/ be- kleidete dieses ehrenvolle Amt mit der größten Auszeichnung und beschaf« tigte sich nunmehr ausschließend mit historischen Forschungen und der Her- ausgabe nützlicher histor. Werke, die mit so allgemeinem Beyfalle aufge- nommen wurden, daß er von der Hessen-Homburg., schwed., bayer. und andern gelehrten Gesellschaften zum Mitgliede aufgenommen wurde. Noch im hohen Alter widmete sich H. in ungeschwächter Kraft den Wissenschaf- ten wie dem Wohle seines Ordens und starb den II.Seot. 1809, von allen, die ihn kannten, als Patriot, Schriftsteller und Priester, geschätzt und bedauere. Nebst mehreren Dissertationen, Abhandlungen, Gele- genheits-uno andern kleinern Schriften erschienen von ihm im Drucke: I^x Plivsica 8elect28 ni-nnn8>!>nnc>8 nn^Iist! <!>5Dl!tans!Ä5 <?x! Qcsterr. Nar, E«cl,»l. Nl>. ll, , 4l 641
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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