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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 648 -
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648 Horvät, Andr. — Horväth, Adam. Horvät, Andr. , ist den 25. Nov. 1778 am Fuße des St. Martinsberges bey Raab, in seinem geliebten Sanssouci: Pazmän di magäny geboren, und begann seine Studien zu Raab, wo erdieerste Anleitung und Aufmunterung zur Poesie vom Professor Fabchich, dem Übersetzer der griechischen Lyriker, erhielt. Die Humanitätswissenschaft ten endete H. am Comorner Gymnasium, den philosophischen Curs an der Akademie zu Presiburg und trat 179? zu Heinrichau in Ober- schlesien in den Cisterzienserorden, von wo er 1793 in das Raaber Semi- nar aufgenommen, daselbst Theologie studirte und 1801 primizirte. 1806, nachdem er in Szeplak, Szergeny (Odenburger Comitat) und Ra ab Caplansdienste versehen hatte, ward er zu Tet bey Raab Pfarrer. Nach einigen poetischen Versuchen (1805—9), welche in Ge- legenheitsgedichten bestanden, trat er 1814 mit einem epischen Gedichte: Xirc/ emlekexete (Ofen) in Hexametern auf, das allgemeinen Beyfall fand. Er wurde nun von vielen Verehrern seiner Muse aufgefordert, seine Kräfte einem großen langst ersehnten Nationalepos zu widmen, das den Stifter des europäisch-ungar. Reiches, Arpäd, besingen sollte. H., unterzog sich diesem Werke mil Lust; er ließ mehrere Proben davon (Au- rora, 1822, 1826, 1828; Urania 1828) drucken, und es erschien 1831 zu Pesth. Indessen bewährten^ seinen Beruf zum Epos 2 epische Gedichte kleineren Umfanges: (^ritti I^ja» (Aurora 1821) und X sxisxelii ßyäxödelein (Aurora 1827). Außerdem har man von ihm 2 Herolden: 'I'nräk Lalint, ditveseke? (Aurora 1824) und üorbely Helena, t'er^enelc Lekesi Istvamak (Aurora 1825), einige Lieder, Episteln, worunter jene: ^ nemes sxivü MazyZroliNox a neinxeti tneatruin üzyeden besonders erschienen ist (Ofen 1815) ;—Abhandlun» gen historischen und ästhetischen Inhaltes, endlich eine Übersetzung von Theodufs Gastmahl (Ofen 1819). Ho'rväth, Adam, wurde den I. May 1760 zu Kömlöd in Ungarn geboren, wo sein Vater reform. Prediger war. 1773 verließ er die Landschulen, um in Debreczin Rhetorik zu studiren, und ward 1775 als Tagat (Noviz) eingekleidet, trat aber nach geendeter Theolo- gie aus, widmete sich in Miskolcz der juristischen Praris und legte das Jahr darauf zu Everies den Eid als Advocat und Feldmesser zugleich ab, in welchen Eigenschaften er die wichtigsten Dienste leistete. H.'s Geist breitete sich, mitauffallenderOriginalitat, fast über alleZweigeder Wissenschaften aus: Philosophie, Theologie, Mathematik, Astronomie und Geschichte cultivirte er sein ganzes Leben hindurch, doch nicht weniger auch Poesie. Wegen der Unzahl seiner sämmtlichen gedruckten und unge- druckten Schriften beschränken wir uns bloß auf die poetischen. Auf öie-» sem Felde trat er zuerst 178? im Wochenblattc M-^-al- IVlusa, mit Gedichten auf, und ließ dasselbe Jahr noch ein episches Gedicht in 6 Ge- sang«, folgen: llunnia» (Raab), dessen Held Job. Hunyad ist. E« machte zu jener Zeit ausgezeichnetes Glück. Dann gab er seine vermischten Gedichte unter dem Titel: Nnlmi (3 Bde. Roab und Pesth, 1788—93) heraus; der dritte Band entkalt unter Andern auch: ^a^alv Hun^»«!', ein versisicir^s Trauerspiel m 5 Acte»?. Seine nach dieser Zeit gedichte- ten, aber nicht gesammelten Volkslieder weiden in den transdaiuibiam''
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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