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Horväth, Job. Bapt. — Horväth, Ioh. v.
schen Gegenden allgemein gesungen. — ^,"I°ei</n)'i leänv ^Ilit^äü lci-
ralynäl, ein Lustspiel in 5 Aufzügen (Pesth 1816), das auch auf die
Bühne gebracht worden ist. — Kuclolila», ein Epos in 5 Gesängen,
(Wien 1817), fand wenig Beyfall. — H. starb zu Nagy-Bajom,
den 28. Iän. 182(1, als Gerichtotafelbeyswer mehrerer Gespanschaften,
und Curator der reformirten Kirchensprengel von Külsö-Somogy und
Felsö-Baranya. Seine letzte, doch nur begonnene Arbeit war eine all-
gemeine Encyklopädie, welche dem Plane nach fast alles Ähnliche, we-
nigstens an Umfang, übertroffen hätte. I^Versisicicen hatce er eine un-
glaubliche Leichtigkeit, so daß er manchen Tag über 100 Strophen seiner
Hunyade schrieb, 1799 erboth er sich sogar jede Woche ein neues histori-
sches Drama zu liefern. Er kannte außer seiner Muttersprache nur die
griech. und lateinische, und hegte gegen neuere Sprachen die ungünstigsten
Vorurtheile, daher seine oft sonderbaren Ansichten in der Literatur.
Horväth, Job. Bapt., Abt der heiligen Jungfrau von Eg res,
Pfarrer zu Szölösg yör k, war geboren in Ungarn um 1750. Nach
absolvirten Studien erhielt H. die Professur derPhilosophiezuTyrnau,
spater jene der Mathematik und Physik zu Ofen. Unter andern erschie-
nen von ihm folgende Werke: Institutinnes lozicae etc., Tyrn. 1771,
Ofen 1795. — Institutinnes inetapn^sicae, Tyrn. 1774, 1795.
— In5titutionesiii2tne5eo5 etc. ,Augsb. 1782. — ?rae!ect. inec!i3ü.
etc., 3 Bb"e. Ofen 1782—84.— klem«nta pk^i.^ae etc., eb. 1793.
Horväth, Ioh. v., k. l. wirkl. geh. Rath, Bischof von St uh l-
weissenburg, Ehrenmitglied der ungar. gelehrten Gesellschaft zu
Pesth, war geboren den 5. Nov. 1796 zu Csicso im Szalader Comi-
tat; studirte zuerst in Weszprim, dann in Papa und hierauf in
Preßburg, empfing 1792 die priesterliche Weihe und blieb daselbst als
Caplan bis 1797, wo er als Pfarrer zu Sz ö l ös-Gyö rökt ange-
stellt wurde. 1801 wurde er Pfarrer zu K eszth ely und Abt zu Ha-
hot, und 1808 Domherr zu Weszprim. Am 20. Oct. 1825ernannte
ihn'Kaiser Franz zum Titnlarbischof von Boson und zum töniglich-
ungar. Statthaltereyrath, so wie zum Director der theologischen Facul-
täi an der Pesther Universität, 1328 zum Referendar bey der königl.-un-
gar. Hofkanzley, 1830 zum Bischof der Stuhlweissenbürger Dlöcese,
1832 zum geh. Rath. In allen Beziehungen wußte sich H. dieAchtung
und Liebe derjenigen, die mit ihm in Verbindung standen, in hohem
Grade zu erwerben. Er starb den 15. Iän. 1835 zuP re ßb u rg. Seine
zu Veszprim gedruckten Schriften sind: ?ä8xt,<,!-!D2l. 1796. — ^?
Istennelc Imadäso, 1796 —1812. — Vileö Kinixsi ?alna!l Nam-
vai, 1797. —
ya irt. vunxür, 1800. (^urclnäs)
ä, 1801. — Nilienpen !ce!l emd«!-ne!i a Kere52l,l?!cet vi
, I8N.
— ^x l^ I<t>8zx0lä5 ä linpoi-^n^nä!, 1816.
8u!>V. 6vi?ol)'ä iraH20i<«tt!l. 1820—24
munlcai tälnllaloalc, —^
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie