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625 Hossti lz. — Horze.
und 1 Charte, 2 Bde. eb. 1805. — Mehrere Beytrage in Mayer's
physical. Aufsätze, Dresden 1793— 1794; und S chm id's Sammlung
physical. Aufsätze, Prag 1795 :c.
HosstltZ, mähr. Dorf im Hradischer Kreise,, mit einein Schlosse,
vorzüglichen ökonom. Einrichtungen und edler Schaafzucht.
Host, Nicol. , Doctor der Arzneykunde, Mitglied der Wiener
med. Facultät, k. k. Rath und Leibarzt, Mitglied mehrerer gelehrten
Gesellschaften, berühmter Botaniker, war geboren zuFiumeden 6.Dec.
1761. Er begann seine Studien daselbst und vollendete sie mit Auszeich-
nung an der Universität zu Wien, wo er auch die Doctorwürde erhielt.
Mit besonderer Vorliebe verlegte er sich auf das Studium der Botanik,
in welchem Fache er in der Folge so Vorzügliches leistete. Durch vieleglückli-
che Curen rühmlich bekannt geworden, ward ihm bald zur Anerkennung
seiner ausgebreiteten Kenntnisse die Stelle eines wirklichen Leibarztes mit
dem k. k. Rathstitel zu Theil, auch ernannten ihn mehrere gelehrte Ge-
sellschaften zum Mitgliede. Großes bleibendes Verdienst erwarb sich H.
auch durch die von ihm besorgte Anlage des k. k< botanischen Gartens für
die österr. Flora, welcher sich im obern Belvedere befindet und auf unmit-
telbaren Befehl des Kaisers Franz I. entstand. H. bereiste zu die»
sem Zwecke mehrere Mahle Tyrol, Kärnthen, Kram, das Littorale,
Steyermark, Österreich und die Nachbarschaft der Gränzländer, wie
Croatien und Ungarn, und brachte durch seinen wissenschaftlichen Eifer
eine Flora indizena viva zu Stande, in welcher jetzt der Liebhaber und
Kenner des Pflanzenreiches fast Alles lebend beysammen findet, was die
Natur in den genannten Ländern auf die höchsten Berge wie in den tief-
sten Thalern, an den Ufern des Meeres, in den Ebenen, auf und un-
terdem Wasser, in den Klüften der Felsen und an den Baumstämmen zer-
streut pflanzte, so, daß noch bis jetzt weder in noch außer Deutschland eine
ahnliche so äußerst nützliche Anstalt auf so bequemem Raume besteht. ^H.
stand ihr bis zu seinem Tode mit der thätigsten Verwendung vor. Erstarb
den IZ.Iän. 1834. Im Drucke war von ihm erschienen: 8ync»psis plan-
taruln in ^ustria pl-ovl.iciizczue acljacentidus sponte crescentium,',
Wien 1797, als Commentar obiger Anstalt. — Flora /Vustriaca, 2 Bde.
eb. 1827—31. — 5a!ix, 1. Thl. mit 105 ill. Kupf. eb. 1830. (Wurde
nicht fortgesetzt.) — Sein Hauptwerk aber ist: Icones et äescript. zra^
luiniim ^.usti-iacoi-. 4 Bde. mit 400 ill. Kupf., eb. 1801—10.
Hostau, bö'hm. Municipalstadt im Klattauer Kreise, mit einem
Schlosse, Rachhause und 1,030 Einwohnern.
Hotze, Dar»., k. k. Feldmarschall.Lieutenant, einer der besten
österr. Generaleim französischen Kriege, war geboren um 1760 imCan-
ton Zürch in der Schweiz. Zum geistlichen Stande bestimmt, studirte
H. anfangs Theologie, ließ sich jedoch bald von würtembergischen Werbern
anwerben, trat aus würtembergischen in preußische und endlich in russische
Dienste. Kaiser Joseph I I . lernte ihn bey seiner Anwesenheit in Eher-,
so n kennen und schätzen, und H. trat mit Bewilligung der Kaiserinn
Catharina als Oberst eines Cürassierregimentes in österr. Dienste. 1794
wurde er Generalmajor und leistete bey Eroberung der Weißenburger
Linien unter W urmser die wichtigsten Dienste. 1795 erhielt H. das
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie