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H y e. — H y r t l. «75
Hye, Ant., geboren am 8. Oct. 1761 zuAspern an der Donau
in Niederösterreich, hatte seine Studien, einschließig Theologie zuWien
absolvirt und ward 1785 zum Priester geweiht. Im nähmlichen Jahre
erhielt er die Stelle als Direccor der r. Zoller'schen Hauvtschule in
Wien, und 1788 als Catechet und Professor der Catechetik an derk. t.
Normal-Hauptschule bey S t. A nna inWien. Als solcher verfaßte er
bey der damahligen Studieneinrichtung die Instructionen für die Nor»
malschullehrer» ferner das Stadt-Nahmenbüchlein, das Handbuch zum
Catechismus, die Forderungen an Landschullehrer, das Leben Jesu für
Kinder und die Erklärung der Evangelien, auf Kosten des Wiener Nor«
malschulfondes oft aufgelegt. 1796 wurde H. auf die Pfarre Hadres
in Niederösterreich im V. U. M. B. befördert, 1807 als Dechant und
Schuldistrictsaufseher an der Pulka, 1814 von der Akademie nützlicher
Wissenschaften zu Erfurt und der k. k, Landwirthschafts-Gesellschaft ln
Wien zum Mitglied«, endlich 1815 zum Ehrencanonicus an der Me-»
tropolirankirche bey S t . Stephan in Wien ernannt. Dieser vielver«
dieitts Priester, Schulmann und Jugendschriftsteller starb am 19. Sept.
1831 zu Wien, wohin er sich 2 Jahre vorher zur Wiederherstellung sei»
ner durch die schlecht« klimatische Beschaffenheit seines Pfarrortes sehr. ge«
schwächten Gesundheit begeben hatte. Im Druck erschienen von ihm
ferner: Religionsunterricht für die ältere Jugend, 3. Aufl. Wien 1815.
(Dieses Wert gilt längere Zeit als Lehrbuch in den Gymnasial-Classen.)
— Methodenbuch oder ausführliche Anweisung alle in der politischen
Schulverfassung vorkommenden, die Lehrart und den Lehrgegensiand
betreffenden Anordnungen zu erfüllen, 4. Auss. eb. 1816. — Der als
kleines Lesebuch in den Trivialschulen eingeführte Religionsunterricht, als
Versuch zu einem Religio.nslehrbuche, eb. 1818. — Auszug desMetho»
denbuches, eb. 1820. — Andachtsübungen auf alle Sonn» und Feyerta«
ge, eb. 1821. Zu einer Kupferbibel für die Jugend schrieb er einen
sehr zweckmäßigen Text. Er ist endlich auch Verfasser des schon seit vielen
Jahren und auch gegenwärtig noch als Lehrbuch geltenden Unterrichts«
und Lesebuches für die Sonntags- und Wiederholungsschulen.
Hymber, Werner, Componist und Violinspieler, war geboren
zu Iöhnitz in Böhmen den 4. März 1?34. Nach vollendeten Vor»
studien trat er 1755 in den Orden der barmherzigen Brüder und legte
1756 die Ordensgelübde ab. Nun begab er sich nach Wien und wurde
in der dasigen Ordenstirche, da er sich von jeher besonders eifrig auf das
Studium der Musik verlegt hatte, alsChorregent angestellt.In seiner neuen
Anstellung bildete sichH, durch die damahls berühmtenMeister LolI y,H off«
mann :c. vollends aus, und begann bereits mehrere Compositionen z<«schrei»
ben. 1770 wurde H. als Prior im Kloster zu Proßn itz in Mahren ange»
stellt, befand sich jedoch 1790 wieder alslle^Lnz cnoi-i an derOrdenskirchezu
Kukus in Böhmen und starb gegen 1800. Er componirttz viele Messen,
Offertorien, Arien, Symphonien und Concerte, deren einige wirkliches
Veldienst haben. Auch spielte er mehrere Instrumente z. B. Violine^
Mandora, Pianoforte vortrefflich.
HyrtI, Iac., akademischer Kupferstecher, ist geboren zu Wien
den 23. Nov. 1799, sein Vater war Tontünstler bey der Capelle de<
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Band 2
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe E-H
- Band
- 2
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 696
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie