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382 Legnago . —
Sprache, nach dessen größerer deutschen Grammatik präctisch bearbeitet^
Prag 1833 (eine 2. Aufl. ist unter derPresse). — Methodik des deutschen.
Sprachunterrichtes in Volksschulen. Nach den Grundsätzen der geistbil-'
denden Lehrart, zunächst zum Behuf seiner Vorlesungen dargestellt und
zugleich als Gebrauchsanweisung zu seinen beyden Sprachlehren, wie auch
als Beytrag zur österr. Sraatserziehungskunde encyklopädisch bearbeitet.
Prag 1833. Allen diesen Schriften wurde die allgemeinste Verbreitung,
so wie die Aufmerksamkeit der berühmtesten deutschen Grammatiker und
Pädagogen zu Theil.
Legnago (Porro-Legnago), venet. Marktflecken in der Dele-
gation Verona, ein befestigter Ort an der Etsch, mit 5,700 Einw.,
einem kö'nigl. Gymnasium, einem Theater, einem Civilspital und Leder-
gerbereyen. 1701 erlitten hier,die Franzosen eine Niederlage.
Lcgnano, lombard. Marktflecken mit3,200 Einw., in der Dele-
gation Mai land, am rechten Ufer des Olona, gegenüber von Leg na,
re l lo , wohin zwey steinerne Brücken führen, ist ein gewerbsamer Ort,
in welchem zwey Baumwollmaschinenspinnereyen, Seidenwerkstatten,
Baumwollwebereyen :c. betrieben werden. Man trifft hier ein Knaben-
erziehungshaus und ein Privatgymnasium. In dieser Gegend wurde
Friedrich Barbarossa von den Mailändern geschlagen (29. May
1176).
Legrad, ungar. Marktflecken im Szaläder Comitat, mit 2,350
Einw., wo die bekannten Legräder Messer verfertigt werden.
Legrädy, Emerick v. , zu Nagy-Sza lontha bey Groß-
ward ern im Biharer Comitate in Ungarn 1778 geboren, studirte zu
Großwarde in , die Humanioren zu Arad, die Philosophie zu E r-
lau , die Rechte zu Raab und Pesth, absolvirte die Theologie zu
Hei l igenkreuz in Niederösterreich als Alumnus des dortigen Cister-
zienserstiftek und zu Wien auf der Universität. Er war 1807 Mitarbei-
ter ander kurz vorher von seinem Freunde Stephan v. Kulcsar ge-
stifteten ungar. Zeitung zu Pesth: Haxai ^udositasok. Seit 1311 ist
L, königl. ungar, Hofagent in Wien und durch sein Wirken, zu dem
projectirten Baue einer hölzernen Brücke auf steinernen Pfeilern über
die Donau zwischen Pesth und Ofen, durch Ios. Campmil ler
v. Langholsen, wovon N i t t ig v. Flammenstern in dem Wie-
ner Conversationsblatte 1820 Kunde gab; wie nicht minder in der Über-
siedlung des John Wat ts (ausNew-York) mit seinen Stereotypen
in Gußmanier von Wien nach Ofen zu der konigl. ungar. Univer-
sitätsbuchdruckerey, ebenfalls durch N i t t i g v. Flammen st ern be-
schrieben, demPublicum bekanntgeworden. Seine archäologischen Samm-
lungen sind wichtig. Von den vorzüglichsten: 6 Originalgemälde aus
der ungar. Geschichte von alten und guten Meistern: Math ias Cor-
v inus, Mar ia I . , heil. Ladislaus, heil. El isabeth, ungar.
Heerführer, Auszug alter Ungarn; dann über die Mumie und verschie-
dene, für die Geschichte und Alterthumsforscher merkwürdige Überbleib,
sel; die Statue Hebe von weißem Marmor aus Ca n ov a's Werkstätte
durch Corz i ; endlich über die Pichler'scheDactyliothek gab er in un»
gar. Sprache eine detaillirte Beschreibung, Preßburg 1833, heraus.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Band 3
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe I-M
- Band
- 3
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 768
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie