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Lendenstrauch. — Lenhosftk.
der Gast ein und Rauris geröstet und geschmolzen werden, und der
größten Silberhütte des Landes.
Lendenstrauch/ Hans, Bildergießer zu Innsbruck, lebte
um 1570. Von ihm sind die 4 herrlichen allegorischen Statuen auf dem
Grabmahle des Kaisers Maximi l ian I. in der Franciscanerkirche zu
Innsbruck, welche die 4 Haupttugenden vorstellen und zu den fchom
sten Zierden dieser Kirche gerechnet werden.
Lenhossek, Mich. v., Dr. der Medicin, k. ungar. Statthalterey-
rath, Protomedicus des Königreichs Ungarn, Director des medicinisch-
chirurgischen Studiums und Präses der medicinischen Facultät der Uni-
versität zu Pesth, Ritter des k. schwed.Wasa, Ordens, wurde am 11.
May 1773 zu Preßburg geboren. Nach vollendeten Vorbereitungs-
studien in seiner Vaterstadt widmete er sich dem medik Studium an
der Universität zu Wien, das er zu Pesth beendigte, woselbst er 1799
die Doctorwürde erhielt. Der Cardinal Fürst-Primas, Ios. Bat-
t h y a n y, würdigte die Talente, den Fleiß und die practische Verwen-
dung desselben und vermittelte seine Anstellung als ordentlicher Physikus
im Graner Comitate, dessen beständiger Obergespan Batthyany war;
sogleich nach seiner Promotion 1803 ward er zum o. ö. Professor der
Physiologie und der höhern Anatomie an der Universität zu Pesth er-
nannt, und nachdem er inzwischen das Decanat der medic. Facultät durch
4Iahre,und das Rectoramt l Iahr bekleidete, wurde L. 1319 als Pro-
fessor derselben Lehrkanzel an die Hochschule zu Wien befördert. 1825
ward er zum k. ungar. Statthaltereyrathe und Protomedicus und zugleich
ium Director des medic. - chirurgischen Studiums und Präses der medic.
Facultät an der vaterländischen Universität ernannt. Wahrend dieser
Laufbahn erschienen von L. folgende Werke im Drucke: Untersuchungen
über Leidenschaften und Gemüthsaffecte, als Ursachen und Heilmittel
der Krankheiten. Pesth 1804. — Introductio in metnodologiain
phvsiologiae corporis humani. eb. 1808. — phvsiologia medici-
nalis. 5 Bde. eb. 1316 —18. — Institutiones pnvsioloAi'ae orga-
nismi humani, usui academico adcommodatae. 2 Bde. Wien 1322.—
Darstellung des menschlichen Gemüths in seinen Beziehungen zum gei-
stigen und leiblichen Leben. 2 Bde. eb. 1324—25. 2. Aufl. eb. 1334.—
Die Religion und Arzneykunde in ihren wechselseitigen Beziehungen,
dargestellt von Scotti. M»'t einer Vorrede und mit Bemerkungen,
nach dem Italienischen, eb. 1824. — Observanda circa tedrim scar-^
lalinam. Ofen 1326. — Instructio pro mortuorum revi^olidus,
in L.R. Civitatibus R. Hung. constitutis. eb. 1323. (Auch ungar. und
deutsch.) — 3umma praeceptorum in adminiztrando variolae vac-
cinae negotio per Regnum Hungariae observandorum. eb. 1329.—
InstituUo circa medico-legalcm cadaverum humanorum investi-
gaüonem etc. eb. 1829. (Auch ungar. und deutsch.) — viatribe
de rectamorum ratione, ut summo tuendae valetudinis pr^esidio.
eb. 1830. — Animadversiones circa curandam cholerain orienla-
lem et ^lios epidemicos rnoruos, in Ixogno Hungariae nunc vi-
gentes. eb. 1331. Noch lieferte L. mehrere Abhandlungen anatomi-
schen, physiologischen und medlc. - pract. Inhalts, in die Wiener medic.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Band 3
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe I-M
- Band
- 3
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 768
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie