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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 419 -
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Leutschau. — Lewenau. den zu können, ist eine besondere Maschine erfunden und angebracht worden, die, wie eine Hülle, binnen einer Halden Minute den Lich^- kegel bald verbirgt und bald entdeckt. Der 1813 erbaute und mit Gas beleuchtete Leuchtthurm steht südwestlich vom istrischen Städtchen Pira n o, beymDorfeSa lvore auf einer Landzunge, welche kunta deNaMgrcH genannt wird. Dieser Leuchtthurm bildet einen mit einem Cavital ver- sehenen unverjungten Säulenschaft, der auf einem Piedestal ruhc, wor- auf sich die Laboratorien anschließen. Die Laterne, größtenrheils in der Mariazeller Gießerey aus Eisen gegossen, wiegt 135 Centner, ist mit reinen Krystallglasern versehen, und eben so, wie der neue Triester 106 Wiener Fuß über die Meeresfiache erhoben. An dem Candelaber, wel- cher die Laterne einschließt, befinden sich auf drey runden Reihen 42 Öffnungen, aus welchen das Gas ausströmt, welches angezündet einen Lichtkegel von 6 Fuß im Durchmesser und 5 Fuß Höhe bildet, der auf 35 italienische Meilen Entfernung gesehen wird. Alle Jahre werden hier nahe an 180,000 Kubikfuß Gas verbrannt. Leutschau, ungar. königl. Freystadt und Hauptort des Zipser Comitats, in sehr schöner Lage auf einem runden Hügel, ist alt und schlecht gebaut, mit sehr unebenen Gassen, hat aber einen großen und schönen viereckigen Hauptplatz mitten in der Stadt, und in der Mitte desselben die alte, im gothischen Styl erbaute Iacobskirche mit den an« tiken Grabmälern der Grafen Thür so und einer 1623 aufgestellten Orgel, welche man für die größte in Ungarn halt; ein neues Comitat- haus; ein altes großes Stadt- oder Nathhaus; eine neue lutherische Kirche und mehrere andere vorzügliche Gebäude. Diese Stadt, welche 684 Hauser mit 5,200 Einw. zählt, besitzt ein kathol. Gymnasium, an welchem Prämonstratenser lehren; eine kathol. Hauptschule; das älteste evangelische Gymnasium in Ungarn; ein Convict für die adelige Jugend, und ein Militar-Knaben-Erziehungshaus. Übrigens besitzt die Stadt ein großes Gebieth mit 6 Dörfern und ansehnlichen Waldungen von 10,566 Joch. Lervenau, Joseph Arnold Ritter von> k. k. Rath, Mit. glied der k. k. mährisch-schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues, derNatur- und Landeskunde:c., wie auch der landwirtschaftlichen Vereine in Wür- temberg und Baden, ökonomischer Schriftsteller, ist geboren zu Wien den 22. Sept. 1755. Nach vollendeten Studien an der Universität da- selbst, studirte L. auch an der orientalischen Akademie, mir besonderer Liebe war er von frühester Jugend den landwirchschaftlichen Wissenschaf- ten zugethan. 178Z wurde L. leitender Wirthschaftsrath in den Diensten des Fürsten Aloys von Liechtenstein, welche Stelle er bis zu dessen Tode 1304 mit thätiger Verwendung und vielem Nutzen bekleidete. 180? erhieltL. für seine bewiesenen vielen Verdienste um die österr. Land- wirthschaft den k. k. Rathstirel und wurde mit der Zeit Mitglied der meisten ökonomischen Gesellschaften im österr. Kaiserstaate. Im Drucke erschienen von ihm: Beobachtungen eines Freundes der Wahrheit und gutenSache. eb. 1806.— Versuch einer Berichtigung der gemeinen Sage: Wo man Kühe halt, können auch Ochsen gehalten werden, eb. 1312. — Freymüthige Ge» 27 *
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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