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e w e n z. — L e y b o l d.
danken einiger öfterr. Patrioten über den wahren und falschen Patriotis-
mus, eb. 1813. — Ökonomische Rüge. eb. 1817. — Concentrirter
ökonomischer Schlüssel für Oüterbcsitzer, Pachter und Administratoren,
eb. 1819. — Über das Körnerstupfen statt des Säens. eb. 1820. —
Der angewandte Fresenius/ oder Sammlung geordneter allgemeiner
Witterungs-und Bauernregeln, eb. 1823. — Wichtiger Beytrag zur
allgemeinen Ökonomie des Holzes, eb. 1323. — Der Procentenplan,
eb.1325.—
Mittel zu einer sparsamen und zugleich nützlichern Fütterung der Pferde,
öb. 1827. — Das Mittel zu einer nicht minder sicheren als wichtigen
Weinverdefferung in der österr. Monarchie, oder das Verfahren der
Champagner und Burgunder Weinbauern, wodurch sie ihre so ausge-
zeichneten Weine erzeugen, eb. 1825. Der Nachtrag dazu, eb. 1328.—
DritteAnhandgehung zu der inländischen Weinverbesserung :c. eb.1328.—
Anwendung deS Sprichwortes: Lieber spat als niemahls, auf unsere
Entbehrlichkeit der fremden, so vieles Geld versplitternden Baumwollen,
eb. 1330. — Eben so nützliche als vielfältig nothwendige Erfahrungs-
notiz, betreffend den Feldbau, eb. 1331. — Außerdem lieferte L. meh-
rere sehr zweckdienliche ökonomische Publicationen in die Wiener Zeitung,
und es gebührt ihm das nicht unbedeutende Verdienst, durch eine lang-
jährige Correspondenz mit dem kaiserl. russ. Reichskanzler Grafen von
Romanzoff , den chinesischen Bergreis in den österr. Staaten einge-
führt zu haben, welcher vor dem gemeinen Reis den bedeutenden Vorzug
hat, daß er nicht wie dieser bloß in sumpfigen Gegenden wächst, sondern
wie Weizen und Korn gepfianzt werden kann.
Lewenz, ungar. Marktflecken im Barser Cowitat, ein nähr- und
lebhafter Ort von 4,600 Einw., derHauptort einer fürstl. Eszterh äzy'-
schen Herrschaft, am Flusse Öreg-Szikincza. In der früchtbaren Gegend
wachst Weizen, Wein und Tabak, und die Bewohner treiben Gerberey
und Branntweinbrennerey. Das Sehenswürdigste sind die Trümmer des
auf einem Hügel gelegenen alten Schlosses oder der Festung; auch ist
der Ort merkwürdig durch einen Sieg, welchen den 20. Iuly 1664 die
Österreicher über die Türken erfochten. L. besitzt auch ein Gymnasium.
Leybold, Joh. Friedr., akademischer Rath und Professor der
Kupferstecherkunst an der Akademie der bildenden Künste zu Wien, ist
geboren zu S tu t tgard den 18. Iuny1755. In frühesiel'Jugend schon
zeigte sich L.'s unwiderstehliche Neigung zur bildenden Kunst; er erhielt
seinen ersten Unterricht im Handzeichnen von dem würtembergischen Hof-
bildhauer Bauer und kam sodann in die Akademie der bildenden Künste
zu Ludwigsburg, wo er zuletzt die Freundschaft und den Unterricht
des berühmten Got thard Mü l le r genoß, ja als dieser 1780 nach
Par is berufen wurde, um das Portrait Ludwig's XVI . zu stechen,
erhielt L. bis zu dessen Wiederkunft die ganze Leitung der Kupferstecher-
schule. 1797 erhielt er auch das Decret als herzogl. sachsen-coburgischer
Hofmaler und Hofkupferstecher, nachdem er schon früb er als würtembergi-
scherHofkuvferstecher aus der Akademie, Carls-Hochschule genannt, ent-
lassen worden war. 1793 ging L. nach Wien, wo seine Talente bald
Anerkennung fanden und wohin er bald auch seine Familie berief. 1812
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Band 3
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe I-M
- Band
- 3
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 768
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie