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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 428 -
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428 Liechtenstein, das Geschlecht. Künstler starb am 14. Iuly l?75. Von seinen Arbeiten sind unte« an- dem folgende Gemälde bekannt : Das Blatt des Hochaltars in der jetzt gesperrten St . Carl's-Kirche in Prag. — Das Seitenaltar, blatt des heil. Johann in der italienischen Capelle in Prag — In dem Strahower Capitel, die Heiligen: August in, Got t f r ied, S i a r d , M i l o , Norbert :c., aus dem Prämonstratenser-Orden. — Peter und Pau l in dem Strahower Pfarrgebäude. —Die Hei- ligen: Augustin und Norber t , in der zum Stifte Strahow gehöri- gen Residenz zu Hradischt. — Portraits mehrerer Äbte vonS trahow, sowohl im Stifte St rahow, alsauchin den, dem Stifte gehörigen, Re- sidenzen und Pfarrhäusern auf dem Lande. — Vier Jahreszeiten in dem Strahower Priorate. Liechtenstein, das berühmte österr. Fürstengeschlecht, das in Österreichs Geschichte durch so viele, sowohl im Felde, als auch im Ca, binet ausgezeichnete Männer glänzt, welches solch' eine Reihe glän- zender Helden und berühmter Kriegsfürsten hervorbrachte, wie kein an- deres in Osterreich, ja kaum irgend eines in Europa, stammt aus grauem Alterthume, obschon über dessen eigentlichen Ursprung dieGenealogisten verschiedener Meinung sind. Vieler Meinungen zu Folge hat es mit dem Hause Este einerley Ursprung, dagegen andere, unter welchen Hor, mayr den Reigen führt, sie unbezweifelt steyermärkischem Boden ent- sprossen, annehmen. Die weitere Fortpflanzung dieses berühmten Ge- schlechtes führte sie sodann nach Tyrol, Osterreich unter der Enns und Mähren, wo sie in Nikolsburg zuerst festen Fuß gewannen, und den Grund ihres Glanzes legten. Die L. in Franken und auf dem Harz, in Würtemberg und zu Schön bürg in Sachsen, so wie das ho- henrhärische L. der Barone von Heldenstein, haben, nach Hor- mayr, nichts mit diesem Geschlechte gemein. Unbezweifelt die älteste urkundliche Spur über die L. findet sich im Saalbuche von Kloster- neuburg aus der Zeit Lothar's I I . (1125—37), wo ein Hugo v. L. als Zeuge einer frommen Schenkung auf dem Altar der Gottes- mutter zu Neuburg unterfertigt ist. Dietmar v. L. fertigte 1140 zu Friesach mit vielen stey?rischen und salzburgischen Edlen, Adelram's von Waldeck Gründung des Stiftes Seckau auf dessen Erbgute F e i- stritz. Dietr ich oder D ie tmar v. L. schenkte 1132 dem Kloster- neuburqer Propste Gottschalk, als seine Tochter Wi ra t im dortigen Frauenstifte den Schlener nahm, 3 ansehnliche Güter. Laut schriftlicher Aufzeichnung war dieser Diet r ich, oder D ie tmar , der erste Erb- kämmerer in Steyermark, welches Erbamt seiner Linie blieb, bis es 1623 bey ihrem Erlöschen an die Fürsten von Eggenberg gedieh. Seine drey Söhne waren: Dietmar, Ulrich und Heinrich. Die beyden Letzten gelten einstimmig als die Stammhalter zweyer, von nun an (im bisher ungetheilten Hause) getheilter Linien, Ulrich als Ahnherr der steyermarkischen Stammlinie (L. - Mura u), Heinrich, die mährische Linie(L.-Nikols bürg) gründend, welchen Ottotar der Böhme, zuw Lohne für treil geleistete Dienste in Mähren begüterte. Dietmar starb erblos. — Ä ltere oder steyermark. Haupt l in ie . DerAhnherr die- ser Linie, Ulrich v. L., der berühmte Ritter und Sänger, dessen zarte,
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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