Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
National-Enzyklopädie
Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 462 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 462 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3

Bild der Seite - 462 -

Bild der Seite - 462 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3

Text der Seite - 462 -

462 L i s s i y . — L i t h o g r a p h i e . Bent ink und Wel l ing ton auf den nächsten Anhöhen. Den Hafen S. Giorg io rechnet man unterdie besten am adriatischen Meere; er ist 2,202 Fuß breit, 4,800 Fuß lang, gegen alle Winde geschützt und geräumig für eine ansehnliche Flotte. LissitZ, mähr. Marktflecken im Brünner Kreise, hat 1,700 Ein- wohner, und ein ansehnliches Schloß auf dem AbHange eines Berges, mir Garten und einem Thiergarten. Liszt i , Ladis l . , ungar. Dichter, geboren um 1630. Eines Verbrechens wegen vom königl. Fiscus angeklagt, ward 1659 reichs- raglich verfügt, der Palatin möge seine Schuld beurtheilen, und ge- setzmäßig ahnden. Aus dem 63. Artikel des Reichstages von 1662 ist ersichtlich, daß L. bereits gerichtet, und seine Herrschaft Kittsee vom königl. Fiscus eingezogen wurde^ Wetters ist über L. nichts be- kannt. Seine sämmtlichen Werke gab er 1653 zu Wien in 2 Klein- foliobänden heraus. Der erste Band enthölr außer einer Zueignungs- schrift an die ungar. Stände und einer gelehrten Vorrede, eine Epopöe in 13 Gesängen: „Nonacsi vescedelem." Der zweyte umfaßt 1) eine versificirte Geschichte der ungar. Herzoge und Könige, ohne allen poetischen Werth. 2) A' sxerenese äilnatallansaga, ein didactisches Gedicht. 3) Gesänge an Maria, als die Beschützerinn von Ungarn, und an das ungar. Wapett. L.'s Werke zeugen von Talent und wissen- schaftlicher Bildung. Lithographie. Dte erste Anwendung dieserKunst wurde inOster- reich durch ihren Erfinder, Aloys Senefe lder , selbst gemacht, welcher 1802 ein Privilegium nahm, sich jedoch bis 1806 fast ausschlie- ßend nur auf Notendruck beschränkte. Allein der Vortheil war so gering, und die Aussicht für die Zukunft so wenig glänzend, daß Senefelder sein Privilegium im letztgenannten Jahre an den Kunst- und Musikverle- ger S. A. Ste iner abtrat, welcher dasselbe bis 1812 und ein einfa- ches Befugniß bis 1821 bloß für seinen Verlag verwendete, dann aber das Unternehmen ganz aufgab, und alle Pressen und vorrathigen Steine an den Grafen Ferdinand v. P alffy verkaufte. Seit 1312, in welchem Jahre das Senefelder'sche ausschließende Privilegium zu Ende ging, entstanden in Wien viele größere und kleinere Steindruckereyen, so z.B. von Ph i l ipp v. Ph i l l i sdor f , Adolph Kunike, Mans- feld, Ios. Trentsensky u. a. m. Die vorzüglichste Anstalt ist jedoch noch immer jene unter dem Nahmen des lithographischen Institutes (s.d.), welche alles, was sich auf Stein leisten laßt, mit größter Vollkommen- heit liefert. Die vorzüglichsten Künstler im Fache der Lithographie sind gegenwartig: Ios. Kr iehu b er, Car l Agr ico la , S taub , Ey- bel, Lieder, Teltscher, Ro l l i ng u.a.m. Lithographische An- stalten besitzen jetzt alle Provinzialhauprstadte der österr. Monarchie in größerer und minderer Vollkommenheit. Nach den bestehenden Gesetzen wird jedoch die Errichtung einer Steindruckpreffe nur in solchen Städten, wo eigene'Polizeybehörden sind, und nur rechtlichen, bemittelten und ansaßigen Mannern gegen ein eigenes Befugniß gestattet. Der Handel mit lithographischen Arbeiten hat sich in der neuessen Zeit sehr erweitert, die geringen Preise der Steindrücke im Vergleich zu den Kupferstichen
zurück zum  Buch Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3"
Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Österreichische National-Enzyklopädie