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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 468 -
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Lobau. — Lobkowiy, das Geschlecht. nach Süden nimmt mit dem Monticano, Meschio und Meduno ver- einigt, und dadurch schiffbar geworden, seine Richtung auf zwey Sei- ten gegen den venetianischen Golf, und mündet sich nächst Caorle am Hafen von S. Margher i ta ins Meer. Lobau , eine Donauinfel in der Nähe von Wien , durch den Hauptstrom der Donau vom rechten Ufer getrennt und stark verwachsen, wodurch sie sich zum natürlichen Waffenplatz darbiethet, als welcher sie in der denkwürdigen Schlacht bey Aspern auA el'ne wichtige Rolle spielte. Über diese Insel wurde in den Pfingsttagen 1309 der Donau- übergang der Franzosen bewerkstelligt, auch war sie der Sammelplatz des französischen Rückzuges nach der Schlacht. Der französische Divisions« general (nunmehr Marschall) Georges M o u t o n erhielt von Na- poleon in der Folge wegen der bey diesem Rückzüge geleisteten Dien- ste den Titel: Graf von Lobau, den er noch jem führt. (S. auch Aspern.) Lobkorv iy , die Fürsten, ein uraltes böhmisches Geschlecht, das seine Abstammung von Medano X . , einem Sohne des böhmi- schen Herzogs Krzesomis ly , welcher um 860 nach Chr. Geburt regierte, herschreibt, und welches anfangs den Nahmen Lobecz führte. Verwickelt in die Fehden des Prager und des Kaur^imer Herzogs, in welchen der Erstere Sieger blieb, sollen dessen Nachkommen 861 nach Schlesien gezogen, und erst unter den christl. Herzogen wieder zurückge- kehrt seyn, wo sie das Schloß Lobkowitz erbauten. Als Ortsnahme erscheint diese Benennung schon um die Hälfte des 10. Iahrhundertes in Böhmens Geschichte, jedoch erst beynahe 2 Jahrhunderte später als Familiennahme. In der Folge theilte sich der Stamm in 2 Hauptlinien: Popel und Hassenstein, und .in mehrere Nebenlinien. DerNahme Pope l , welchen die jüngere Linie des Hauses fortführte, nachdem die ältere den Nahmen Hassenstein angenommen hatte, ist aller Wahr- scheinlichkeit nach der alte Geschlechtsnahme des ganzen Stammes und mit den Herzogen der Pope l in Polen stammverwandt. Von den L.'en früherer Zeit, deren Daseyn übrigens mehrere glaubwürdige Urkun- den außer Zweifel setzen, hat die Geschichte nichts als Nahmen aufbe- wahrt. Erst Nico laus v. L. erscheint mit deutlicheren Farben als ein mit Ruhm gekrönter Großer des Volkes. Er war 1410 oberster Land- schreiber und königl. Urbarverweser in K utten berg, d. i. Oberaufseher über alle Gold- und Silberbergwerke des Königreichs, und zeichnete sich auch im Kriege gegen die inneren Unr^en thätigst aus. Er starb beyläufig 1435, und hinterließ mehrere Söhne, unter denen Nico- l aus I I . und Johann mit Bestimmtheit angegeben werden, welche ihre Güter ungetheilt ließen, und mit neuen Erwerbungen vermehrten. Nicolaus setzte die Linie Hassenstein fort, Johann wurde Stifter der Popel'schen, durch ihre Nachkommen entstanden dann wie- der mehrere Nebenlinien, alle in folgender Ordnung nach der Ancienni- tät: I. L obkowitz-H assenstein. Hassenstein'sche Linie: Ni- colaus I I . , Herr auf Hassenstein, Brunersdor f , Eidlitz und O b ristw y, kaufte 1445 noch einige zum SchlosiP ernst ein gehörige Lehngüter, und starb 1452 mit Hinterlassung 4 männlicher Erben:
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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