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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 469 -
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Lobkowiy, das Geschlecht. Johann/ N ico laus I I I . , I aros la w und Bohus law. Erste rer pfianzte diese Linie fort, deren Spur jedoch schon gegen das Ende des 16. IahrhundertsMieder verschwindet. N ico laus I I I . erhielt in der Theilung Eid l i tz , und stiftete I I . die Eidl i tzer L in ie Lob- kowitz-Hassen st ein. Seine Söhne waren Wenze l , A lber t , Nicolaus IV. , S iegmuno und Wi lhe lm. Von ihren Nach- kommen lassen eine Reihe von Unfällen nichts übrig, als ihre Nahmen, glückliche Heyrathen und feurigen Antheil an der Behauptung der alten Verfassung und Freyheit des Bohmerreiches, und so verschwinden sie mit dem blutigen 21. Iuly 1621, 8 Monathe nach der Prager Schlacht am weißen Berge. Der dritte Sohn von Nico laus I I . , Ia ros - law, gest. um 1436, hinterließ 4 Sohne, worunter der jüngste Bo- husiaw (s. d.) am berühmtesten. Mit Ende des 16. Jahrhunderts ver- schwinden alle Nachrichten über den L. - Ha ssen ste in'schen Stamm in Böhmen. Er dauert nur noch in Sachsen fort, Ahnherr des sächsischen Zweiges ist Ernst Maxim. L. v. H. , welcher gegen das Ende des 17. Jahrhunderts nach Curland kam, und sich in Samogitien ankaufte. Seine Nachkommen kamen sodann nach Sachsen. Sein Sohn Albrecht Theodor, Officier in der polnischen Garde, ging wieder von der pro- test. zur kathol. Religion zurück, zu welcher sich die ganze Familie bekennt. Von den Kindern des Letztgenannten war Car l Albert Baron v. L. noch 1324 Oberst und Commandant des sachs. Regimentes Prinz Anton. FranzAlber t , Baron v. L., pens. kaiserl. Oberst, lebte auf seinem GuteBöhlen beyGrimma. AndreasMat th . , Baron v. L. diente in der kaiserl. Armee, und siel 1739 bey Belgrad. I I I . Popel- Lobkowitz, Herren auf Chlumetz. Johann v. 3., Sohn Nico- laus I. war, wie bereits erwähnt) Stifter dieser Linie, er hinterließ 3 Söhne: D iepo ld, Wenzel und La d is laus. Ersterer stiftete die B i l i ne r L in ie, welche sich in der Folge wieder in jene zu Perutz, Tach au und D u r theilte, und Anfangs des 13. Jahrhunderts er- losch. Ladislaw I I . v. L. war 1550 kaiserl. Hofmarschall, 1556 wurde ihm Her Königshof in der Altstadt Prag's erblich überlassen, er starb 1584 und hinterließ 3 Söhne: Lad is law, Zdenek und Wen- del. Letzterer, Herr auf Neustadt , siel als kaiserl. Oberster in der Türkenschlacht bey Er lau 1596. Der zweytgeborne: Zdenek Adal- bert, Herrauf Chlumetz, Gistebnitz, Se ld czan und Raud- nitz, wurde Erbe des reichen Besitzes seines Bruders Ladis law. Kaiser Ferdinand I I . ließ ihm zum Lohne für die zur Zeit des Auf- stcmdes erwiesene Treue mehrere in Mahren eingezogene Güter einräu- men, und ertheilte ihm die Fürstenwürde. Sein einziger Sohn, Wen- zel Franz Euseb> Fürst v. L., hob seines Geschlechtes Macht und Ansehen noch viel höher. Er errichtete zum Schutze des Kaisers Ferdi- nand I I I . ein eigenes Cüraffier-Regiment, wofür ihm dieser nebst an- dern Begünstigungen das schlesische Herzogthum Sagan- verlieh. Kai mischen Reiche, in Böhmen und Schlesien liegenden Güter bestimmte
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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