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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 481 -
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L o f f l e r. — L ä h r. 48! die erledigte Stelle eines Domdechants zu Theil, 1791 aber erhielt er nach dem Ableben des vorigen Fürst-Bischofes, Grafen von Sp a u r, mit großer Mehrheit der Stimmen dessen Würde, welche er durch eine Reihe von Jahren rühmlichst bekleidete und sich während dieser Zeit durch viele nützliche und zweckmäßige Einrichtungen und Anstalten auszeichnete. So z.B. ließ er einen neuen Gottesacker mit Berücksichtigung aller Sa- nicätsregeln in Br ixen anlegen, wachte auf das eifrigste über gute Sitten und Moralität, übte viele Wohlthaten und zeichnete sich auch durch eifrige Fürsorge für die Lehr- und Unterrichtsanstalten in seiner Diöcese aus. Während der Kriegsjahre bewies L. unerschütterliche Treue zu Tyrols angestammtem Herrscherhause und die größte Standhaftigkeir in den oft schr drohenden Gefahren; dabey vernachlässigte er keineswegs die thatigste Erfüllung seiner Amtspflichten. 1803 wurde das Erzstift Br ixen zwar säculansirt und kam unter die Landeshoheit Österreichs, doch blieb L. Bischof und erfüllte seine Pflichten so eifrig wie zuvor, ja noch eifriger, da er der zeitlichen Negierungssorgen enthoben war; glei- che Amtsthätigkeit und die gewissenhafteste Erfüllung der Obliegenheilen seiner hohen Würde bewies dieser Prälat auch unter der bayerischen Re- gierung, mit groster Freude erfüllte ihn jedoch 1814 die Rückkehr Tyvols unter Österreichs Regierung. Er erhielt im Oct. 1815 einen erfreulichen Besuch des Kaisers F ranz I . , und legte den 30. May 1316 nach abge- haltenem feyerlichen Hochamte vor diesem Monarchen an der Spitze der tyrolischen Landstände zu Innsbruck den Huldigungseid ab. 1323 beging er feyerlich das Jubelfest seines 50jährigen Priesterthums, 1325 brachte er durch seine Bitten die Wiederherstellung des seit 1303 aufgelo^ sten Domcapitels zu Stande. Bis zur letzten Stunde sich der eifrigen Beftrgung der Pflichten seiner hohen Würde widmend, starb er den 10. Aug. l323. Nebst mehreren zweckmäßigen und nützlichen Einrichtungen und Anstalten hinterließ er eine kostbare und reichhaltige Bibliothek zur Unterstützung der theologischen und philosophischen Studien, die er sich allmählig mit bedeutenden Kosten angeschafft. Noch hatte L. Vieles auf Beförderung der schönen Künste und Wissenschaften verwendet, ein zu den mathematischen und astronomischen Studien geeignetes Instrumen- ten-Cabinet gegründet und die Künstler auf jede Weise unterstützt. Löffler (Layminger), Gregor, Büchsenmeister und Bilder- gießer zu Innsbruck, war aus emer bekannten Künstler-Familie gegen Ende des 15. Iahrhundertes geboren, 1527 würde er als kaiserl. Büchsenmeister aufgenommen, und von Ferdinand I. nebst seinen Söhnen für seine mannigfachen Verdienste in den Adelstand erhoben. Er starb 1565 im hohen Alter, nachdem er die meisten der berühmten metallenen Statuen für die Franciscanerkirche zu Innsbruck gegossen hatte. Außerdem hatte er auch die Zeughauser in Tyrol eingerichtet, 1533Büchsen h ausen erbaut, und 3 Glocken für obgenannte Kirche, nebst mehr als lOOgroßern und kleinern Feldstücken gegossen. Löhr , I oh . Friedr. Freyh. v. , geboren zu Wetzlar den 25. Iuly 1735, studirte auf der Universität zu Heidelberg, und kam 1753 nach Wien , um sich den Reichshofrathsgeschäften zu wid- men. Er wurde 1761 als Appellationsrath auf der Ritterbank in Prag Oesterr.Nat.Enenkl.Vd.Ill 31
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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