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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 489 -
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Seite - 489 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3

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Lombardisch-venetianisches Rönigreich. 489 den Ma i l and und M a n t u a gegen Zusicherung einer vollständigen Entschädigung von Osterreich abgetreten/ und diese erhielt es mit den venetianischen, auf dem linken Ufer der Etsch gelegenen Landern in dem am 17. Oct. 1797 zu Campo Formio abgeschlossenen Deftnitiv-Frie- den, durch welchen Mai land und Man tua auch als Haupttheile der neugeschaffenen cisalpinischen Republik erklärt wurden. — Nach mannigfaltigen Veränderungen in derselben erfolgte die entscheidende letzte erst 1314 und 1315, in welchen Jahren durch die Eroberung des von Napoleon in der italienischen Republik 'inzwischen gebildeten italieni- schen Königreiches durch die österr. Heere, dann durch den ersten Pariser Frieden (vom 30. May 1314) und die allgemeine Wiener Congreß-Acte (vom 9. Iuny 1815) nicht nur die alten lombard. Besitzungen Österreichs wieder zurückkamen, sondern zugleich auch die in ahnlicher Lage befind- lichen Länder der ehemahligen Republik Venedig damit als Entschädi- digung für frühere große Verluste und Aufopferungen vereinigt wurden, welche der Kaiser Fra nz der gemeinsamen Sache von Europa gebracht hatte. Lombardisch-venetianisches Nönigreich. Geographie und Stat is t ik . Unter dem Nahmen L.-V.K. sind 1815 durch die Be- schlüsse des Wiener Congresses/ die in Oberitalien befindlichen Länder als ein Theil des österr.Kaiserstaates/ bestehend aus denHerzogthümern Mai land und M a n tua mit Castig l ione und S o l f e r i n o, wie solche vordem Frieden von Campo Formio unter dem Nahmen der österr. Lombardie bereits einen Bestandtheil dieses Kaiserreichs ausmach- ten; ferner dem Ve l t l in sammt Chiavenna und B o r m i o , so wie endlich mit dem größten Theil der Terra Ferma des ehemahligen Frey- staates von Venedig, zu einem für sich bestehenden Reiche vereinigt worden, welches österreichischer Seits durch einen Vicekönig, der zu Mai land und abwechselnd in V e n e d i g seinen Sitz hat, regiert wird. Dieses Königreich erstreckt sich vom 26" 10^ bis'31° 20^ östl. Länge, und vom 44° 55' bis 46" 40^ nördl. Breite, gränzt in Norden, geschieden durch die hohe Alpenkette, an die Schweiz und die deutschen Erbstaaten der österr. Monarchie, in Osten an das adriatische Meer, in Süden an den Kirchenstaat, Modena und Parma, und in Westen an Piemont, von diesen letztern Staaten größtentheils durch den Lauf des Po und des Tessino getrennt; es nimmt einen Flächenraum von 867 Q. M. ein, und zahlt etwas über 4,000,000 Einwohner, von denen in der Lombardie 5,705, und im Venetianischen 4010 auf einer Quadratmeile leben, welche, mit Ausnahme weniger in den Alpenthä- lern an der Gränze von Tyrol wohnenden Deutschen und einiger Grie- chen und Juden, sämmtlich italienischer Abstammung sind. Das König- reich ist in 2 Gouvernements getheilt, Ma i l and und Vened ig , wovon jenes in 9 Delegationen oder Provinzen, als M a i l a n d , Co- mo, P a v i a , Cremona, Lod i , Sond r io (dasVeltlin), Ber- gamo, Bresc ia und Man tua ; dieses in 8 Delegationen, Vene- dig, Padua, V e r o n a , V icenza, Treviso, Udine, Be l - luno und Rov igo zerfällt. Jede Delegation theilt sich wieder in mehrere Districte, und diese in Gemeinden. In jedem Gouvernement
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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