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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 504 -
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Lucska. — Ludwig I. , Rönig von Ungarn. Lucska (Lucskl/, ungar. Dorf im Liptauer Comitat, am Fuße des Berges Chocs und am Bache Tepla oder Lucska, hat berühmte warme Eisenquellen, über welchen 2 geräumige Badhauser liegen. Lud iy , bö'hm. Städtchen von 1,400 Einw. im Elbogner Kreise/ theils in einem Thale, theils auf einer schief sich erhebenden Anhöhe ge- legen. „ Ludovicea, Militär-Akademie. Uberdie Errichtung einer Militär- Akademie in Ungarn wurde 1802 auf dem damahligen Reichstage ge- handelt, und es ward vorgeschlagen, einstweilen eine milit. Lehrkanzel bey der Pesther Universität zu errichten. Zu diesem Behufe both der Graf Georg von Feste tics alsogleich 40,000, Ludwig von Rhedey 10,000, und Michael vonParniczky 1,000 Gulden an. — 1808, gleichfalls im Reichslage, tam die Idee der im Lande zu errichtenden Mi- litär-Akademie durch den Grafen Samuel von Beleznay neuer- dings in Anregung. Kraft des 7. Artikels ward der Sitz derselben in Waitzen, die Benennung nach der damahligen Königinn Mar ia L u« dovica, Ludovicea; dieZahlderZöglingeauf200; der Studiencurs auf 6 Jahre bestimmt und sehr beträchtliche Offerte gemacht. — 1827 wurde im 17. Artikel reichstäglich verfügt, daß die Akademie in H)esth errichtet werde. Ihr Fond belief sich in Obligationen auf 1,213,1l8 Gulden, in barem Gelde auf 7,390 Gulden. Weitere Beytrage dazu sind im 18. Artikel desselben Reichstages verzeichnet. Laut 19. Artikels erklärte der Graf Ladislaus F e s t e t i c s , die obige von seinem Vater offerrrte Summe von 40,000 Gulden solle in Conv. Münze ver< standen und noch 1,000 Gulden derselben beygegeben werden. Es ist bereits der große O rczy'fche Garten gekauft und an den Bau Hand an- gelegt worden. Ludwig) . , der Große, König von Ungarn und Polen, aus dem Stamme An jou , war geboren den 5. März 1326, Sohn Kö- nigs Car l Robert und Elisabeth von Polen. Nach dem Tode seines Vaters 1342 bestieg 3. den ungar. Thron und bekriegte Sieben- bürgen, welches Land sich seiner Gewalt entziehen wollte. 1344 kämpfte er gegen König Johann von Böhmen, schlug auf dem Rückwege die Tartaren und dämpfte den Aufstand der Croaten. 1345 wurde sein Bru« derAndreas, König von Neapel, mit Wissen seiner Gemahlinn I o- hanna, ermordet. L. eilte nach Neapel, rächte dessen Tod blutig, doch nöthigte ihn die Pest wieder zur Rückkehr. 1350 fiel er aufs Neue in Neapel ein, eroberte fast das ganze Reich, und schloß endlich einen für ihn sehr vortheilhaften Frieden mit Johannen. 1356 bekämpfte L. Venedig, eroberte Z a r a und vereinigte Dalmatien mit seinem Reiche. 1361 schlug er die Bulgaren. 1370, nach dem Tode Casi- m i r's, seines Oheims, wurde L. auch zum König von Polen gewählt, da er sich jedoch nicht vom Reiche entfernen wollte, ließ er seine Mutter daselbst als Etatthalterinn, sie wurde jedoch von den Polen 1376 ver- trieben, und L. mußte sie mit Gewalt derWaffen wieder einsetzen. L. starb 1383 zu Tyrn au. Unter seiner Regierung hatte Ungarn den höchsten Gipfel seiner Macht erreicht, ö. hatte seinen Reichen Polen, Rothrust- land, die Moldau, Dalmatien und einen Theil von Serbien zugefügt,
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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